Unsere Familienherz-Projekte

Schon seit 2003 unterstützt die BKK VBU Projekte, die sich um die Belange der Familie und deren Förderung in unserem Staat verdient gemacht haben. Einmal im Jahr vergeben wir ein Dankeschön an ein besonders engagiertes Projekt.  Erfahren Sie mehr über die bisherigen Preisträger und ihr herausragendes Engagement zum Wohle der Familie:

Inhalt:

BKK VBU Familienherz e.V. feiert in 2010 fünfjähriges BestehenOBEN

Familienpaten, Kinderkochkurse oder Jugendfreizeiten – seit nunmehr fünf Jahren unterstützt der BKK VBU Familienherz e.V. soziale Projekte rund um die Themen Familie und Gesundheit. Aus Anlass dieses Jubiläums wurden 2010 zwei Vereine mit dem gleichnamigen Förderpreis ausgezeichnet: Doppelleben e.V. aus Berlin und TransDia e.V. aus Münster.

Der Verein Doppelleben - Alltag von Frauen mit HIV/Aids -  wurde im Sommer dieses Jahres gegründet. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht ein Filmprojekt, das das Leben von Frauen mit HIV/Aids dokumentiert. Warum fühlen sich Frauen die Kinder und/oder Familie haben und HIV-positiv oder aidskrank sind, heute immer noch gezwungen, ein Doppelleben zu führen? Welche gravierenden Folgen hat dieses Leben für die Kinder der Frauen? Das sind die zentralen Fragen, die der Dokumentarfilm aus verschiedenen Blickwinkeln zu beantworten versucht. Es ist geplant, den Film nach Fertigstellung Mitte 2011 auf Festivals zu zeigen und ihn unter anderem an Schulen präventiv einzusetzen. Der BKK VBU Familienherz e.V. unterstützt das Filmprojekt mit 3.000 Euro.

TransDia e.V. macht sich für organtransplantierte Menschen und Dialysepatienten stark. Die Initiatoren wollen diese Patienten durch sportliche Aktivitäten dazu motivieren, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Denn Sport fördert nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Betroffenen selbstbewusster und wohler fühlen. Die damit verknüpften sozialen Kontakte und der Informationsaustausch zu Transplantations- und Dialysethemen verbessern nachhaltig die Lebensqualität der Patienten.

Mit dem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro fördert der BKK VBU Familienherz e.V. das jährliche „Kids Camp“. In der knapp einwöchigen Erlebnisfreizeit werden für transplantierte 10- bis 15-Jährige die unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten angeboten. Außerdem können die Kinder an altersgerechten Workshops zu den Themen Compliance, Ernährung und Stressbewältigung teilnehmen.

Das Familienherz 2009 für das Projekt „Traumwerkstatt“ der Zukunftswerkstatt Heinersdorf e.V. OBEN

2009 ging unser Förderpreis Familienherz an den gemeinnützigen Bürgerverein Zukunftswerkstatt Heinersdorf. Die Preisträger überzeugten die Juroren mit ihrem Projekt „Traumwerkstatt“. In der Zukunftswerkstatt organisieren die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder neben einem Schülercafé vielfältige Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche: Von Musik über Spielen, Basteln und Handarbeiten bis zu Töpfern. Die selbstorganisierte Kinder- und Jugendarbeit und das hohe Engagement der Helfer und Helferinnen hatten die Juroren überzeugt.

Mit der Spende von 4.000 Euro des BKK VBU Familienherz wollen die Projektverantwortlichen eine neuen Herd und Küchenutensilien kaufen. Damit ist der Weg frei für „gesunde“ Kochkurse, die vom BKK VBU Familienherz organisiert werden. Darüber wird der Verein das Geld in Sportgeräte investieren und die kleine Bibliothek mit weiteren Büchern bestücken.

Sonderpreisträger 2009 KAHUZA e.V. – ein Projekt gegen Kinderarmut und GewaltOBEN

2009 vergab der Förderverein BKK VBU Familienherz zum ersten Mal einen Sonderpreis. Der Preis erhielt der gemeinnützige Verein KAHUZA in Halle. KAHUZA setzt sich aktiv dafür ein, dass Kinder gefördert werden und immer einen Ort haben, an dem sie sich geborgen fühlen können. Neben der Kita Wunderwelt ist deshalb der zentrale Anlaufpunkt bei KAHUZA e.V. das „Baumhaus“.  Ein weiteres Anliegen von KAHUZA e.V. ist die Förderung der Kreativität der Kinder und das Miteinander. Täglich werden nach dem kostenlosen Mittagstisch Hausaufgaben erledigt und zusammen gelernt. Anschließend gestalten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam ihre Freizeit beim Sport, in der Kinderwerkstatt oder im Kreativ-Bereich.

Mit der Spende in Höhe von 2.500 Euro soll in der Turnhalle von KAHUZA e.V. eine alternative Heizmöglichkeit eingebaut werden.

Das Familienherz 2008 für das Projekt Familienpaten des Familientreffs Allerlei in Berlin-Lichtenberg OBEN

Preisträger 2008 ist das Projekt Familienpaten des Familientreffs Allerlei in Berlin-Lichtenberg. Allerlei ist ein Projekt des Berliner Vereins für ambulante psychosoziale Hilfen e.V. Pro Sozial.

Ziel der Familienpaten ist es, das Miteinander der Generationen im Stadtteil zu fördern. Zwölf ehrenamtliche Familienpaten entlasten Alleinerziehende und Familien im Alltag, indem sie sich um die Kinder kümmern: Sie holen die Kinder von der Schule ab, machen mit ihnen zusammen Hausaufgaben, verbringen gemeinsam Zeit auf den Spielplatz, gehen ins Schwimmbad oder bestaunen die Tiere im Zoo.

Nicht nur die Kinder profitieren von der Gesellschaft der Paten. Auch diesen meist älteren Menschen tut es gut, sich ehrenamtlich im Rahmen der Nachbarschaftshilfe zu engagieren und ihre Lebenserfahrung und Kompetenzen an junge Familien weiter zu geben.

Mit dem Preisgeld von 2.000 Euro des BKK VBU Familienherzes soll das Projekt ausgebaut werden. So ist beispielsweise geplant, weitere Paten zu schulen, um mehr Familien die Teilnahme zu ermöglichen. Darüber hinaus stellen die Initiatoren des Familienherzes Eintrittskarten für den Tierpark sowie Kinderfahrscheine für die Berliner Verkehrsbetriebe und einen Eltern-Kind-Kochabend zur Verfügung.

Das Familienherz 2007 für das Projekt "Sternchenstunde" der Deutschen Kinderhilfe DirektOBEN

Die Klinik für Neonatologie der Berliner Charité am Campus Charité Mitte betreut jährlich etwa 250 früh geborene Kinder, die eine intensive medizinische Behandlung brauchen. In den schwierigen Anfangswochen ihres gemeinsamen Lebens sind die unmittelbaren Kontakte zwischen Kind und Eltern besonders wichtig. Deshalb wurde in der Charité in Zusammenarbeit mit den Rehabilitationswissenschaften der Humboldt Universität Berlin und dem Frühchenprojekt der Deutschen Kinderhilfe Direkt e.V. die Idee des Projektes „Sternchenstunde“ geboren. Dabei können an den Pflegeplätzen der Kinder Kameras befestigt werden. Sie senden Aufnahmen vom Kind in das Internet, so dass die Eltern ihr Baby am Computer zu Hause, am Laptop unterwegs, vielleicht am Arbeitsplatz oder im Internetcafé anschauen können. Die Eltern werden hierbei durch Ärzte und Schwestern der Klinik sowie durch Pädagogen und Psychologen begleitet. Durch die „Sternchenstunde“ erhalten sie die Möglichkeit, die Bindung an ihr Kind zu intensivieren.

Die BKK VBU verlieh der Deutschen Kinderhilfe Direkt für das Engagement in der Charité das BKK VBU Familienherz 2007 und übergab eine Spende von insgesamt 3.000 Euro.

Das Familienherz 2006 für die Elterninitiative Dialysekinder Berlin e. V.OBEN

Der Verein ist ein Zusammenschluss von Eltern chronisch nierenkranker Kinder, die in der Charité betreut werden.  Viele dieser Kinder müssen jeden zweiten Tag zur Dialyse in die Klinik und sich zwischen drei und fünf Stunden einer so genannten Blutwäsche unterziehen. Das Projekt unterstützt die Familien in dieser schwierigen Situation: Es gibt zahlreiche Gesprächsangebote und Infoabende für Eltern sowie Veranstaltungen und Freizeitangebote für betroffene Jugendliche und Kinder. Außerdem wirkt der Verein bei der Gestaltung des Stationslebens mit, um die Situation der Kinder im Krankenhaus zu verbessern.

Der Verein erhielt vom Förderverein eine Spende von 5.000 Euro, die für die Finanzierung eines Wochenendes in einer Jugendherberge und für das Ferienlager verwendet wird.

Das Familienherz 2004 für den Verein zur Betreuung und Beratung von AIDS-betroffenen Familien, Kindern und Jugendlichen e.V. OBEN

Seit Oktober 1994 betreut die in Deutschland einmalige integrative Kindertagesstätte Nestwärme vom AIDS-Virus betroffene Kinder. Ein Team von erfahrenen Erzieherinnen und Erziehern ermöglicht es den HIV-infizierten Kindern gemeinsam mit Nichtbetroffenen einen normalen Alltag in der Berliner Kita zu erleben. Die Kinder erhalten hier Wärme, Unterstützung, Zuwendung und Akzeptanz.

Der Umgang mit HIV-infizierten Kindern und deren Eltern birgt besondere Herausforderungen für die Mitarbeiter der Kita Nestwärme. Hierzu gehört z.B. die besondere Unterstützung der Kinder, wenn die Eltern aufgrund der HIV-Erkrankung teilweise oder dauerhaft nicht mehr die Betreuung ihrer Kinder übernehmen können. Aus diesem Grund haben einige Mitarbeiter und ihre Familien die vorübergehende oder dauerhafte Pflege von aidskranken Kindern übernommen. So finden die Kinder auch außerhalb der Kita Nestwärme eine liebevolle und engagierte Betreuung.

Die BKK VBU zeichnete die Kindertagesstätte „Nestwärme“ mit dem BKK VBU Familienherz 2004 aus und konnte Spenden im Gesamtwert von 7.600 Euro übergeben.

Das Familienherz 2003 für das Pilotprojekt zur psychosozialen Betreuung von Eltern Frühgeborener und kranker NeugeborenerOBEN

Frühgeborene und kranke Neugeborene müssen wegen ihrer Unterentwicklung oder Krankheit auf der Intensivstation behandelt werden – und das häufig wochen- oder monatelang. Für die Eltern beginnt damit eine Zeit der Ungewissheit unter extrem hoher Belastung: Sie wissen nicht, ob ihr Kind überlebt und ob es eine Behinderung davon tragen wird. Die Apparaturen schrecken ab. Die Kontaktaufnahme fällt den Eltern schwer, denn oft wissen sie nicht, wie weit sie sich ihrem winzigen Kind nähern dürfen, ohne es zu verletzen.

Für die medizinische Versorgung der Kinder ist gesorgt. Jedoch bleibt dem Personal zu wenig Zeit, den Eltern beratend zur Seite zu stehen. Das Frühchen-Projekt des Vereins Deutsche Kinderhilfe Direkt e.V. bietet den Eltern eine psychosoziale Beratung an, die bei der Bewältigung der schwierigen Situation hilft.

Die psychische und soziale Entlastung der Eltern kann eine intensive und unbelastete Eltern-Kind-Bindung bewirken. Sie fördert die Entwicklung der Neugeborenen und erleichtert der Familie den Stationsaufenthalt. Durch die Befähigung der Eltern kann sich auch die Liegezeit des Kindes im Krankenhaus verkürzen.

Seit Sommer 2003 finanziert der Verein auch eine Eltern-Beratung auf der Intensivstation für Säuglinge und Kleinkinder im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München. 2005 wurde das Projekt mit Beratungsangeboten in den Unikliniken Leipzig und München erweitert.

Die BKK VBU verlieh der Deutschen Kinderhilfe Direkt für das Engagement in der Charité das BKK VBU Familienherz 2003 und übergab eine Spende von insgesamt 4.000 Euro.

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