zur Navigation | zur Suche

Inhalt

Diagnose Darmkrebs

Darmkrebs ist einer der weltweit häufigsten bösartigen Tumore. Rund die 70.000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr an dieser Krebsart, etwa 30.000 Menschen sterben daran– das entspricht der Einwohnerzahl einer Kleinstadt. Diese Zahlen haben sich seit den 1960er Jahren mehr als verdreifacht. Doch dem Darmkrebs kann Einhalt geboten werden. Wenn er früh genug erkannt wird, ist diese Krebsart als einzige sogar heilbar. Das große Problem der Ärzte ist, dass nur wenige die Angebote zur Früherkennung der Darmkrebserkrankung nutzt. Nur zehn Prozent der Berechtigten machen die Blutstuhluntersuchungen oder gehen zur Darmspiegelung, deren Kosten ab dem 55. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen werden.

Vorsorge ist der beste Schutz
Darmkrebs entwickelt sich in den meisten Fällen aus Polypen, die im Laufe der Jahre im Darm entstehen und sich dort ausbreiten können. Polypen sind zunächst gutartige drüsige Gewächse, von denen einige aber bösartig werden können. Die Entwicklung dieser Krebsart beginnt also lange bevor der Patient erste Beschwerden hat. Entdeckt man die Polypen frühzeitig, kann der Arzt noch während der Darmspiegelung diese Wucherungen mit einer Elektroschlinge ohne viel Aufhebens abtragen und die Gefahr so bannen. Doch die meisten Patienten kommen erst dann zum Arzt, wenn es bereits zu spät ist.
Da die Gefahr einer Darmkrebserkrankung mit zunehmendem Alter steigt, bezahlen die Krankenkassen ab dem 50. Lebensjahr die jährliche Blutstuhluntersuchung, um verborgene Blutspuren, die auf Polypen oder gar Darmkrebs hinweisen können, im Stuhl festzustellen. Ab dem 55. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Darmspiegelung (Endoskopie), die bei negativem Befund alle zehn Jahre wiederholt werden sollte. Sie ist die zuverlässigste Methode der Früherkennung.
 
Achtung, Gene! Wer Fälle von Darmkrebs in seiner Familie hat, sollte sich auch schon vor dem 50. Lebensjahr regelmäßig untersuchen und eine komplette Darmspiegelung vornehmen lassen. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass in fast 25 Prozent aller Darmkrebsfälle die genetische Komponente eine Rolle spielt. Verwandte ersten Grades von Darmkrebs-Patienten tragen ein mehr als doppelt so hohes Risiko an Darmkrebs zu erkranken, wie familiär unbelastete Menschen.

Auch hier werden die Kosten der Diagnostik durch die BKK VBU übernommen, soweit ein möglicher Zusammenhang zwischen Beschwerden und vererbten Risiko besteht.

Bei konsequenter Vorsorge könnte die Entwicklung von Darmkrebs bei 75 bis 90 Prozent der Darmkrebspatienten vermieden werden!

Alarmsignal Rot
Wenn Sie Blut im Stuhl haben, kann dies auf Darmkrebs hindeuten. Auch dünner, schnurartiger Kot, so genannter „Bleistift-Kot“ ist ein Alarmsignal für eine Verengung des Darmvolumens durch Polypen. Vehemente und häufige Schmerzen im Unterleib, Blutarmut, Veränderung der Stuhlgewohnheiten und rapide Gewichtsabnahmen sollten unbedingt einen schnellen Besuch beim Arzt zur Folge haben.

Achtung: Darmkrebs ist ein stiller Krebs. Beschwerdefreiheit ist deshalb keine Garantie für einen gesunden Darm! Die Angebote zur Darmkrebsvorsorge sollten deshalb mit ähnlicher Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden, wie der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt. Mehr zur Krebsvorsorge finden Sie hier.

Weitere nützliche Links:

Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung

Gastroliga, Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber

Stiftung Lebensblicke Früherkennung Darmkrebs

Deutsche Krebshilfe e.V.

 

zurück zur Übersicht


Servicenavigation