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Was ist Stress?

"Früher gab es keinen Stress" lautet eine viel verbreitete Ansicht. Aber das ist nicht richtig, denn auch unsere Vorfahren hatten ihre Belastungen. Damals war allerdings der Begriff "Stress" noch nicht gebräulich.

Stress heißt Anspannung

Das Wort "Stress" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Anspannung, Verzerrung" oder auch "Verbiegung". Dies sind alles Bezeichnungen, die die Belastungen von Materialien umschreiben. Eine Wertung, ob gut oder schlecht, ist damit noch nicht verbunden.

Erst vor einigen Jahrzehnten führte Hans Seyle "Stress" als biologisch-medizinischen Begriff ein, um damit die Anspannungsfähigkeit eines Organismus zu definieren. Selye sagt: "Stress ist die Antwort eines Organismus auf körperliche und seelische Belastungen."

Die Bedingungen, die Stress hervorrufen, werden "Stressoren" genannt.

Belastungen, die von unserer Umwelt ausgehen, können Stress auslösen. Dazu zählen Hitze, Kälte, Wetterlage, Lärm, Autoverkehr, Ausstattung des Arbeitspaltzes, Wohnverhältnisse und anderes.

Zu den körperlichen Stressoren gehören Schlafentzug, Hunger, Durst, harte körperliche Arbeit, Leistungssport, Bewegungsmangel, Übergewicht und so weiter.

Selbstverständlich gibt es auch seelische Stressoren. Zumeist stammen sie aus dem psychosozialen Bereich und umfassen deshalb alle Belastungen, die uns aus dem Zusammenleben entstehen: mangelnde Anerkennung im Beruf oder in der Familie, Enttäuschungen in sozialer Hinsicht, Schicksalsschläge und ähnliches.

Stressoren, die von uns selbst ausgehen, sind beispielsweise: zu hoch gesteckte Anforderungen, zu großer Ehrgeiz, Hang zum Perfektionismus oder gestörtes Selbstwertgefühl.

Broschüre "Aktiv gegen Stress"

Quelle: Broschüre Aktiv gegen Stress von W. Kohlhammer GmbH

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