Künstliche Befruchtung - Hilfe für Paare mit Kinderwunsch

Einen Partner finden, ein gemeinsames Leben aufbauen, eine Familie gründen – das ist ein ganz natürlicher Wunsch vieler Menschen. Doch was, wenn die Familiengründung nicht klappen will? Wenn die Schwangerschaft nicht eintritt? Für viele Paare ist ein unerfüllter Kinderwunsch quälend. Die künstliche Befruchtung ist deshalb oftmals die letzte Chance auf ein Baby. Die Krankenkasse BKK VBU möchte Sie dabei unterstützen – über den gesetzlichen Anspruch hinaus.

Wer kann die Leistung in Anspruch nehmen?

  • Verheiratete Paare mit unerfülltem Kinderwunsch

Was umfasst die Leistung der künstlichen Befruchtung?

Wir übernehmen alle Maßnahmen für eine künstliche Befruchtung zu 50 Prozent. Das bedeutet:

  • bei Samenübertragung (Insemination) ohne Hormonstimulation bis zu 8-mal
  • bei der Samenübertragung nach hormoneller Stimulation bis zu 3-mal
  • beim intratubaren Gametentransfer bis zu 2-mal
  • bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) bis zu 3-mal
  • bei der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) bis zu 3-mal

Zusätzlich erstatten wir weitere 25 Prozent der mit dem Behandlungsplan genehmigten Kosten unseres Kunden. Der behandelnde Arzt entscheidet darüber, welche Behandlungsmethode angewandt wird.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die BKK VBU

  • Beide Versicherte sind miteinander verheiratet.

  • Samen und Eizellen werden ausschließlich von den Ehepartnern entnommen.

  • Sowohl der Mann als auch die Frau haben das 25. Lebensjahr vollendet.

  • Weibliche Versicherte haben noch nicht das 40. Lebensjahr vollendet.

  • Männliche Versicherte haben noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet.

Weitere Kriterien der Kostenübernahme bei künstlicher Befruchtung

Wenn Sie sich aus den oben genannten Möglichkeiten der Befruchtung für die In-Vitro-Fertilisation (IVF) und intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) entscheiden, beachten Sie bitte, dass wir Sie nicht bei beiden, sondern nur bei einer Methode unterstützen können.

Beachten Sie bitte außerdem: Der dritte Versuch einer IVF oder ICSI kann nur übernommen werden, wenn beim ersten oder zweiten Versuch eine Befruchtung stattgefunden hat.

Wie kann ich die Leistung in Anspruch nehmen?

Wenn Sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt bitte einen Behandlungsplan ausstellen und reichen diesen bei uns ein. Legen Sie beim Arzt einfach Ihre elektronische Gesundheitskarte vor.

Für Ihren Eigenanteil von ebenfalls 50 Prozent stellt Ihnen der Arzt eine private Rechnung aus. Sie gilt für die weitere Kostenerstattung von maximal 25 Prozent. Senden Sie uns die Rechnung bitte zu.

Unsere Postadresse lautet: BKK VBU, 10857 Berlin

Häufige Fragen

Nein, die BKK VBU Krankenkasse kann nur Kosten für Maßnahmen übernehmen, die innerhalb der gesetzlichen Richtlinien zur künstlichen Befruchtung gelten.

Nein, der Behandlungsplan muss vor Behandlungsbeginn von uns genehmigt worden sein.

Wir können nur die Leistungen erstatten, die in Deutschland zugelassen sind. Lassen Sie sich hierzu gern durch unsere Mitarbeiter beraten, da Ihnen im Ausland höhere Kosten entstehen können.

Nein, für die Kostenübernahme muss nur ein Partner bei der BKK VBU versichert sein. Unser Kunde bekommt den erhöhten Zuschuss.

Der Frau werden zunächst bis zu drei reife Eizellen entnommen. Etwa zwei der unbefruchteten Eizellen werden anschließend gemeinsam mit den Spermien des Mannes in den Eileiter platziert, wo die Befruchtung auf natürlichen Weg erfolgen soll. Ist diese Methode erfolgreich, wandert das befruchtete Ei in die Gebärmutter und nistet sich dort ein.

Die In-Vitro-Fertilisation wird angewendet, wenn entweder die Eileiter der Frau verschlossen sind, die Spermaqualität nicht ausreicht oder wenn bereits mehrere Inseminationen erfolglos waren.

Bei dieser Methode werden die Eierstöcke zunächst hormonell behandelt. Danach werden der Frau Eizellen entnommen und in einem Reagenzglas mit den Spermien des Ehemannes zusammengebracht. Die Spermien befruchten die Eizellen, und die so entstandenen Embryonen werden in die Gebärmutter eingebracht (Embryotransfer). Im Idealfall wachsen sie dort an und die Frau wird schwanger.

Bei dieser künstlichen Befruchtungsmethode wird die Samenzelle des Mannes direkt in das Zytoplasma, den Zellinhalt einer Eizelle eingespritzt. ICSI wird vor allem dann angewendet, wenn die Spermien auf natürliche Weise nicht ausreichen oder weniger aktiv sind.