Künstliche Befruchtung – wie funktioniert das eigentlich? - Eine künstliche Befruchtung kann im Körper und außerhalb des Körpers vorgenommen werden.

Für beide Arten gibt es unterschiedliche Methoden. Genau genommen stellen die meisten Methoden nur bessere Bedingungen für eine natürliche Befruchtung her, indem zum Beispiel der Weg zu den Eizellen für die Spermien verkürzt wird oder die Eizellen hormonell optimal vorbereitet werden.

Künstliche Befruchtung im Körper

Insemination (Samenübertragung) im Spontanzyklus

Die Insemination wird häufig angewandt, wenn die Samenzellen das Problem sind, beispielswiese wenn die Spermien zu langsam sind oder eine zu geringe Anzahl Spermien produziert wird. Dann verkürzt man künstlich den Weg, den die Samenzellen gehen müssen und spritzt diese direkt in die Gebärmutter, den Gebärmutterhals oder den Eileiter. Von dort aus müssen die Spermien alleine ihren Weg zu den reifen Eizellen finden. Für den Erfolg der Methode ist deshalb der Zeitpunkt der Samenübertragung wichtig, am besten 12 bis 24 Stunden vor dem Eisprung.

Insemination (Samenübertragung) nach hormoneller Stimulation

Hier werden vor der Samenübertragung die Eierstöcke durch hormonähnliche Medikamente stimuliert. Diese regen die Eizellreifung an und bereiten diese auf die Samenübertragung vor.

Intratubarer Gametentransfer

Bei dieser Methode werden Samen- und Eizellen gleichzeitig mit einem Katheter in den Eileiter gespült. Die Befruchtung der Eizellen muss dann im Eileiter auf natürliche Weise stattfinden. Ei- und Samenzellen werden auch als Gameten (Keimzellen) bezeichnet. Und “intratubar” bedeutet, dass die Übertragung im Eileiter stattfindet.

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Künstliche Befruchtung außerhalb des Körpers

In-Vitro-Fertilisation (IVF) mit Embryotransfer

Genau genommen ist auch diese Befruchtung noch nicht künstlich, denn die Spermien verschmelzen auf natürliche Weise mit den Eizellen – nur nicht im Körper, sondern im Reagenzglas. Die IVF dauert mehrere Wochen, in der viele zeitlich genau aufeinander abgestimmte Schritte erfolgen müssen. Im ersten Schritt wird der Eierstock der Frau durch hormonelle Stimulation zum Heranreifen mehrerer Eizellen angeregt. Diese Eizellen werden dann entnommen und in eine Nährlösung gegeben, anschließend werden sie mit den Spermien des Partners zusammen gebracht. Hat die Befruchtung geklappt, werden nach zwei bis drei Tagen bis zu drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter übertragen.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Diese Methode unterscheidet sich von der In-Vitro-Fertilisation (IVF) nur dadurch, dass das einzelne Spermium unter dem Mikroskop in das Zytoplasma einer Eizelle eingespritzt wird. Hier wird die Eizelle also tatsächlich künstlich befruchtet. Vorher wird der Eierstock der Frau hormonell stimuliert, einige reife Eizellen werden entnommen und für die künstliche Befruchtung mit dem Spermium vorbereitet. Nach der Zellteilung werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter übertragen. Die ICSI wird vor allem angewandt, wenn die Spermien zu unbeweglich sind oder die Spermienzahl im Ejakulat zu niedrig ist – oder eine IVF nicht den Erfolg brachte.

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