Beitragspflichtige Einnahmen

Bei versicherungspflichtig Beschäftigten wird nach § 226 Abs. 1 SGB V der Beitragsbemessung in der gesetzlichen Krankenversicherung Folgendes zu Grunde gelegt:

  • das Arbeitsentgelt aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung,
  • der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung sowie vergleichbare Renten aus dem Ausland,
  • der Zahlbetrag der der Rente vergleichbaren Einnahmen (Versorgungsbezüge),
  • das Arbeitseinkommen, soweit es neben einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung oder neben Versorgungsbezügen erzielt wird.

Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen neben einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung werden erst in voller Höhe zur Beitragsberechnung herangezogen, wenn 2017 ein Wert von 148,75 EUR monatlich überschritten wird.

Zu den beitragspflichtigen Einnahmen freiwilliger Mitglieder siehe Freiwillige Versicherung

Für nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V Versicherte gelten die gleichen Regelungen für die Beitragsbemessung wie bei freiwillig Versicherten.

In der sozialen Pflegeversicherung gelten nach § 57 Abs. 1 und Abs. 4 SGB XI die selben Grundsätze wie in der gesetzlichen Krankenversicherung.

In der gesetzlichen Rentenversicherung wird nach § 162 Nr. 1 SGB VI bei Personen, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt werden, das Arbeitsentgelt aus der versicherungspflichtigen Beschäftigung zu Grunde gelegt. Bei Personen, die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt werden, ist die beitragspflichtige Einnahme mindestens 1 % der Bezugsgröße (2017 monatlich: 29,75 EUR alte Bundesländer bzw. 26,60 EUR neue Bundesländer).

Eine ähnliche Regelung gilt in der Arbeitslosenversicherung: Dort ist nach § 342 SGB III beitragspflichtige Einnahme bei Personen, die beschäftigt sind, das Arbeitsentgelt. Bei Personen, die zur Berufsausbildung beschäftigt sind, jedoch mindestens ein Arbeitsentgelt in Höhe von 1 % der Bezugsgröße – also auch hier 2017: 29,75 EUR monatlich alte Bundesländer bzw. 26,60 EUR neue Bundesländer.

Zur Beitragsberechnung in der gesetzlichen Unfallversicherung werden die Arbeitsentgelte der Versicherten bis zur Jahresarbeitsverdienstgrenze zu Grunde gelegt (§ 153 SGB VII). Durch Satzungsregelung können Berufs­genossenschaften die Beitragsberechnung auch über z. B. Stunden oder Ähnliches vornehmen.

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