Fristen und Anspruchsdauer

Für die Berechnung von Fristen in der Sozialversicherung gilt § 26 SGB X in Verbindung mit den §§ 187 bis 193 des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Arbeitsunfähigkeit (AU)

  • Nachweis gegenüber Arbeitgeber
    an dem Arbeitstag, der auf den dritten Tag des Beginns der AU folgt.

Befreiung von der Pflegeversicherung für freiwillig Krankenversicherte

  • Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung gestellt werden.

Entgeltfortzahlung

  • Anspruchsdauer
    bis zu sechs Wochen der AU, ggf. Vorerkrankungszeiten beachten.

Familienversicherung

  • Anspruchsende
    nach Tod des Mitglieds, ggf. noch ein Monat Leistungsanspruch für die Familienangehörigen.

Haushaltshilfe

  • Anspruchsdauer
    für die Dauer einer Vorsorgeleistung, bei häuslicher Krankenpflege, Krankenhausbehandlung oder medizinischer Rehabilitation;
    Ausnahme: für andere Fälle nach Satzungsregelung.

Häusliche Krankenpflege zur Vermeidung von stationärer Krankenhausbehandlung

  • Anspruchsdauer
    bis zu vier Wochen je Krankheitsfall;
    Ausnahme: Verlängerung durch MDK möglich.

Krankengeld

  • Anspruchsdauer
    bis zu 78 Wochen je Krankheit innerhalb von drei Jahren. Ggf. Vorerkrankungszeiten berücksichtigen.
  • Anspruchsbeginn
    bei Krankenhausbehandlung oder Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung von Beginn an, ansonsten ab Tag der Feststellung der AU

Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

  • Anspruchsdauer
    Alleinerziehende (je Kalenderjahr): 20 Arbeitstage pro Kind, insgesamt max. 50 Arbeitstage.
    Gemeinschaftlich Erziehende (je Kalenderjahr): 10 Arbeitstage pro Kind, insgesamt max. 25 Arbeitstage je Erziehungsberechtigten.

Leistungen der Pflegeversicherung

  • Vorversicherungszeit
    zwei Jahre innerhalb der letzten zehn Jahre; bei erstmaliger Verhinderungspflege zusätzlich Pflege durch Pflegepersonen in den letzten 6 Kalendermonaten.

Meldungen

  • Anmeldung:
    mit der nächsten im Unternehmen stattfindenden Lohn- und Gehaltsabrechnung (spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Beginn)
  • Abmeldung:
    mit der nächsten im Unternehmen stattfindenden Lohn- und Gehaltsabrechnung (spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Ende)
  • Jahresmeldung:
    mit der ersten auf das abgelaufene Jahr folgenden Lohn- und Gehaltsabrechnung, spätestens bis zum 15.02. des Folgejahres
  • Änderungsmeldung:
    mit der nächsten im Unternehmen stattfindenden Lohn- und Gehaltsabrechnung (spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Änderung)
  • Unterbrechungsmeldung:
    zwei Wochen nach Ablauf des ersten vollen Kalendermonats der Unterbrechung
  • Stornierungsmeldung:
    unverzüglich
  • UV-Jahresmeldung: bis zum 16.02. des Folgejahres

Mutterschaftsgeld

  • Anspruchsdauer:
    14 Wochen und Entbindungstag
    bei Mehrlings-, Frühgeburt oder ärztlich festgestellter Behinderung des Kindes1: 18 Wochen und Entbindungstag.
    Achtung: bei vorzeitiger Entbindung Verlängerung der Anspruchsdauer um Zeitraum, der vor Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnte.

Nachgehender Leistungsanspruch in der GKV

  • Anspruchsdauer
    ein Monat nach Ende der Pflichtmitgliedschaft.

Nachweise zur Berechnung der Umlage in der Unfallversicherung

  • Eingang bei der Berufsgenossenschaft
    spätestens sechs Wochen nach Ablauf eines Kalenderjahres.
    Achtung: Satzung kann Frist verlängern.

1Stand des Gesetzentwurfs zum MuSchG vom 28.6.2016 (bei Redaktionsschluss noch nicht verabschiedet)

Leistungen nach Themen

BKK VBU Leistungen: blaue Geschenkbox mit Schleife

Damit Sie sich in unseren Leistungsseiten der BKK VBU schnell zurechtfinden, haben wir verschiedene Leistungen in einem Themenfeld zusammengefasst. Folgen Sie einfach den Übersichtsseiten und finden Sie alles Wissenswerte in den zugehörigen Leistungen.

Tabletscreen mit Ratgeberübersichtsseite der BKK VBU

Ratgeber Gesundheit

Womit den Stresspuls beruhigen, wie den inneren Schweinehund verjagen, wodurch endlich wieder Schlaf finden? Viele kämpfen mit allerlei körperlichen und psychischen Ärgernissen und fühlen sich nicht wirklich fit und gesund. Dort setzt unser Ratgeber an, denn – Sie wissen es selbst – vorbeugen ist die beste Medizin. Nur wie am besten? Was Gesundheit bedeutet und wie Sie sie stärken können, beleuchten wir in unseren Ratgeberseiten anschaulich, unter verschiedenen Aspekten und mit vielen Tipps. Schlaf, Stress und Entspannung und viele weitere Gesundheitsthemen gehören dazu. Auch häufige Fragen rund um unsere Krankenkasse, zum Beispiel zu Versicherung, Krankschreibung oder Krankengeld beantworten wir Ihnen und helfen Ihnen aus dem mitunter bürokratischen Dschungel.

nach oben