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Hat Vorsorge ein Geschlecht? - Was Rollen-Klischees mit Prävention zu tun haben

Frauen und Männer werden anders erzogen und erfüllen unterschiedliche Rollen. Viele Klischees, die Frauen und Männer zugeschrieben werden, wirken sich auf das Verhalten und auf die Gesundheit aus.

Krebsvorsorge kann Leben retten

Mann beim Arztbesuuch

Warum ist der Besuch beim Urologen für Männer nicht genauso selbstverständlich wie für Frauen der Gang zur Gynäkologin? Auf diese Frage hat Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie in der Asklepios Klinik in Hamburg, eine Antwort: "Männer können sich an Frauen ein Beispiel nehmen – und auch an den Töchtern von Frauen. Wenn weibliche Jugendliche in die Pubertät kommen, nehmen ihre Mütter sie schon häufig erstmals mit zum Gynäkologen."

Männliche Jugendliche gingen eher selten zum Urologen gehen, weil ihre Väter es auch nicht tun, so Wülfing. Für Frauen sei der Besuch beim Gynäkologen nicht angenehm und oftmals schambesetzt. "Trotzdem gehen sie hin. Frauen sind aufgeklärter als Männer."

Zehn Sekunden für eine wichtige Untersuchung

Das klingt nach einem zumutbaren Aufwand. Dennoch ignorieren zu viele Männer Probleme im Intimbereich und schieben den Besuch bei der Urologin oder beim Urologen immer wieder auf. Was kann das für Folgen haben?

Viele Erkrankungen hätten vermieden werden können. Denn wie bei allen Krebsarten gilt: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf Heilung.

Dr. Wülfing, Urologe bei Asklepios

Wir haben viele Patienten, die eine Chance auf Heilung gehabt hätten, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt worden wäre.

Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie in der Asklepios Klinik in Hamburg

Krebsvorsorge in Zahlen

Die Zahlen bestätigen die große Kluft zwischen Frauen und Männern beim Thema Vorsorge. Wir haben die Daten unserer Kundinnen und Kunden über einen Zeitraum von drei Jahren ausgewertet.

Krebsvorsorge

Grafik, die anzeigt wie viele Krebsvorsorgeuntersuchungen von Männern und Frauen in Anspruch genommen wurden
Quelle: Daten der BKK VBU

Prävention nur Frauensache?

Ein ähnliches Verhalten wie bei Früherkennungsuntersuchungen zeigt sich bei Präventionskursen und -reisen:

Teilnahme an Kursen und Gesundheitsreisen

Grafik, die anzeigt wie viele Gesundheitsreisen von Männern und Frauen in Anspruch genommen wurden
Quelle: Daten der BKK VBU

Leider ist es immer noch so, dass die meisten Gesundheitsangebote von Frauen wahrgenommen werden. Nehmen wir das Beispiel Stress: Männer haben oft Probleme mit dem Stressmanagement und in der Konfliktbewältigung. Hilfreiche Kurse, etwa Autogenes Training, Yoga oder Pilates, widersprechen jedoch häufig dem klassischen Männerbild. Sie fühlen sich von diesen Angeboten nur selten angesprochen. Zumindest sucht immerhin fast jeder zweite Mann Ausgleich und Entlastung beim regelmäßigen Ausdauersport. Auch das hilft beim Stressabbau und senkt das Risiko für psychische und körperliche Folgeerkrankungen.

Im Bereich der Prävention haben wir als Krankenkasse eine große Chance uns noch stärker auf die Bedürfnisse von Männern einzustellen.

Anja Kristin Wolfsohn-Brand, Leiterin Prävention bei der BKK VBU

Kurse zu Ernährung, Fitness und Stressbewältigung

Frau in Sportkleidung mit Orangensaft

Mit Fitness- und Rückenkursen, Ernährungs- und Stressberatung oder Gesundheitsreisen gibt es heute eine Vielzahl an Angeboten, sich zu entspannen, richtig zu essen und sich fit zu halten.

Vorsorge lohnt sich

Dieses gesundheitsbewusste Verhalten belohnen wir noch zusätzlich. Kundinnen und Kunden, die regelmäßig alle genannten Vorsorgeuntersuchungen nutzen, profitieren auch von unserem Bonusprogramm, denn: Gesund leben zahlt sich aus!

Mehr für Sie

  • Welche Vorsorgeuntersuchungen sind für Frauen und Männer wann angedacht? Informationen haben wir in folgenden Grafiken zusammengefasst.

Vorsorgeuntersuchungen für Frauen

Vorsorgeuntersuchungen für Männer

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