Pflegegeldleistungen - Für die Betreuung in Ihrem Zuhause

Wenn ein Familienmitglied zum Pflegefall wird, stellen sich viele Fragen. Wer übernimmt die Betreuung und welche Kosten entstehen dabei? Kann der Betroffene in seiner gewohnten Umgebung bleiben? Wie viel Zeit muss für die Pflege aufgebracht werden?

Ihre BKK VBU ist auch in dieser Situation für Sie da. Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen stellt die Pflegekasse finanzielle Mittel bereit, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Wir geben Ihnen einen Überblick über unsere Leistungen für die private häusliche Pflege.

Für wen sind Pflegegeldleistungen relevant?

  • Für Pflegebedürftige, die in ihrer eigenen Wohnung leben können und durch private Pflegepersonen betreut werden

  • Für Angehörige von plötzlich Pflegebedürftigen

Was umfasst die Pflegegeldleistungen?

Pflegegeld

Mit dem Pflegegeld ermöglicht Ihnen die Krankenkasse BKK VBU die häusliche Versorgung durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn. Wie viel wir zahlen können, richtet sich ab dem 01.01.2017 nach dem jeweiligen Pflegegrad:

  • Pflegegrad 1: 0,00 Euro im Monat
  • Pflegegrad 2: 316,00 Euro im Monat
  • Pflegegrad 3: 545,00 Euro im Monat
  • Pflegegrad 4: 728,00 Euro im Monat
  • Pflegegrad 5: 901,00 Euro im Monat

Das Pflegegeld wird entsprechend gekürzt, wenn die Pflege durch Kurzzeit-/ Verhinderungspflege oder durch einen Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt von mehr als 28 Tagen unterbrochen wird.

[1] Aufgrund von demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen können Menschen in ihrer Alltagskompetenz auf Dauer erheblich eingeschränkt sein. Sie sind dann in erheblichem Maße auf Betreuung und oft auch auf allgemeine Beaufsichtigung angewiesen.

Pflegeunterstützungsgeld

Um in einer akuten Situation die geeignete Pflege zu organisieren, erhalten Angehörige einen finanziellen Ausgleich für den entgangenen Verdienst.

  • Pflegeunterstützungsgeld zahlen wir einmalig für maximal 10 Arbeitstage.
  • Es beträgt 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts, höchstens jedoch 96,25 Euro pro Tag.
  • Falls in den letzten 12 Monaten Weihnachts- oder Urlaubsgeld gezahlt wurde, erstatten wir 100 Prozent des ausgefallenen Nettoentgeltes.
  • Vom Pflegeunterstützungsgeld werden Beiträge zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen.

Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen bei der Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die BKK VBU

Pflegegeld

Der Pflegende kümmert sich um die Körperpflege, Ernährung und Bewegung (die sogenannte Grundpflege) und versorgt den Haushalt des Betroffenen.

Pflegeunterstützungsgeld

Eine ärztliche Bescheinigung und der Nachweis vom Arbeitgeber über das ausgefallene Entgelt liegen uns vor.

Wie kann ich die Leistung in Anspruch nehmen?

Pflegegeld

  • Sie weisen die festgestellte Pflegebedürftigkeit und den vorhandenen Pflegegrad nach.
  • Sie stellen einen Antrag auf Pflegegeld, Sach- oder kombinierte Leistungen.[1]

[1] Eine Umstellung der Leistungen ist jederzeit möglich, zum Beispiel wenn Sie einen ambulanten Pflegedienst beauftragen.

Pflegeunterstützungsgeld

Pflegeberatung der BKK VBU

Haben Sie Fragen zu den Leistungen der BKK VBU Pflegeversicherung?
Unser KompetenzCenter Pflege ist für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir sind Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 18 Uhr und Freitag von 8 Uhr bis 14 Uhr für Sie erreichbar:

Tel.: 0800 165 66 19*
Fax: 0800 165 66 17*
E-Mail senden

*kostenfrei innerhalb Deutschlands

Pflegegeldleistungen beantragen

Laden Sie den entsprechenden Pflegeantrag herunter und senden Sie uns das ausgefüllte und unterschriebene Formular per Post, Fax oder E-Mail zu.

Häufige Fragen

Erhalte ich Pflegegeld auch während einer Kurzzeitpflege?

Für die Dauer der Kurzzeitpflege erhalten Sie die Hälfte des Pflegegeldes weiter. Für den ersten und letzten Tag der Kurzzeitpflege wird Ihnen das volle Pflegegeld ausbezahlt.

Worin liegt der Unterschied zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld?

Pflegesachleistungen werden von einem Pflegedienst in der häuslichen Umgebung erbracht. Das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige selbst und es steht ihm frei, wie er es verwenden möchte (zum Beispiel als Bezahlung für eine Pflegeperson).

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