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Was du gegen Schwangerschaftsbeschwerden tun kannst

Ein Baby zu bekommen bedeutet, dass der eigene Körper viele Veränderungen durchmacht. Dabei kommt es auch immer zu Schwangerschaftsbeschwerden. Erhalte Tipps gegen die häufigsten Schwangerschafts-Nebenwirkungen und erfahre, was in der Babybauchzeit auf jeden Fall in die Hausapotheke gehört.

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Viele Faktoren beeinflussen die Schwangerschaft

Wie du deine Schwangerschaft erlebst, hängt nicht nur von den tatsächlichen körperlichen Beschwerden, sondern auch von weiteren Einflüssen ab. Hierzu zählen

  • die Partnerschaft an sich
  • ob du gewollt oder ungewollt schwanger wurdest
  • wie intensiv und herausfordernd der gegebenenfalls lange Weg zum Wunschkind über künstliche Befruchtung war
  • deine familiäre Situation
  • eine positive und liebe Einstellung zu dir und deinem Körper
  • deine berufliche Situation
  • eventuell deine Entscheidung, allein ein Kind zu bekommen
  • dein Alter
  • deine wirtschaftliche Situation
  • dein kultureller Kontext
  • deine Stellung als Frau innerhalb der Gesellschaft oder auch bereits erlebte Geburtserfahrungen.

Ebenso macht es einen Unterschied in Bezug auf Schwangerschaftsbeschwerden, ob es sich um dein erstes Baby handelt oder um eine Folgeschwangerschaft.

Die drei wichtigsten Phasen und ihre Bedeutung für mögliche Beschwerden

Eine Schwangerschaft wird in drei Phasen untergliedert, in die sogenannten Schwangerschaftstrimester.

  1. Trimester: 1. bis 12. Schwangerschaftswoche (SSW)
  2. Trimester: 13.bis 28. SSW
  3. Trimester: 29. bis 40. SSW

In jedem Trimester gibt es verschiedene mögliche Schwangerschaftsbeschwerden, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

  • Im 1. Trimester finden bedingt durch die Schwangerschaftshormone viele Veränderungen auf physischer und psychischer Ebene durch den „Umbau deines Körpers“ statt.
  • Das 2. Trimester ist für die meisten schwangeren Frauen eine Zeit des Wohlbefindens.
  • Und im letzten Drittel der Schwangerschaft blickt die werdende Mutter jenseits der 30. SSW auf die bevorstehende Geburt hin.

Diese Empfindungen sind für Schwangere typisch

Typische Beschwerden im Verlauf der Schwangerschaft sind:

  • morgendliche Übelkeit oder auch Brechreiz
  • starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • ziehende Schmerzen im Beckenbereich
  • Blähungen und Völlegefühl/Verstopfung
  • Brustveränderungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Wadenkrämpfe
  • Wassereinlagerungen
  • Rückenschmerzen
  • Schwindel in der Schwangerschaft

Oft tauchen diese Nebenwirkungen von heute auf morgen auf. Um darauf vorbereitet zu sein, ist eine kleine Hausapotheke für Schwangere sinnvoll.

Hebamme und viMUM Expertin Astrid Sommer

Da jede Frau in einer höchst individuellen Lebensform steht, ist jede erlebte Schwangerschaft stets eine ganz persönliche und einzigartige Lebenserfahrung.

Astrid Sommer, Hebamme und ViMUM Expertin

Viele Schwangere leiden an Übelkeit

Morgendliche oder auch über den Tag vorkommende Übelkeit, manchmal verbunden mit Brechreiz, sind häufige Beschwerden in der Frühschwangerschaft. Diese lösen sich in aller Regel bis zur 14. Schwangerschaftswoche wieder auf.

Die Symptome können sehr belastend sein. Du reagierst mit Übelkeit auf intensive Gerüche, saure Speisen, Kaffee, stark gewürzte Speisen, auf zu viel Stress, einen niedrigen Blutzucker oder allein schon beim Gedanken an Essen.

Die hormonelle Umstellung verändert auch deinen Geschmacks- und Geruchssinn. Die Gründe für diese Befindlichkeiten liegen vor allem am hohen HCG (Human Chorionic Gonadotropin)-Spiegel, dem sogenannten Schwangerschaftshormon, und dem damit verbundenen hohen Östrogenspiegel. Dieser führt verstärkt zu Schwangerschaftsübelkeit.

 

So linderst du Schwangerschaftsübelkeit

  • Vitamin B: Dieses Vitamin kann bei Übelkeit oft Abhilfe schaffen. Ein Vitamin B-Komplex als Nahrungsergänzung empfiehlt sich, wenn Essen wirkliche Probleme bereitet. Ansonsten kannst du Vitamin-B-haltige Nahrungsmittel essen, zum Beispiel Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Erfahre mehr über eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft.
  • Ingwertee: Vor dem Aufstehen morgens hat sich Ingwertee bewährt, den du bereits am Vorabend auf dem Nachttisch platzieren kannst.

Weitere Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit sind:

  • Benutze Ingwer in allen Variationen.
  • Iss mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt und was dir Appetit macht.
  • Verzichte auf fettige Speisen und stark gewürztes Essen, das die Magensäure anregt.
  • Nimm milde Nahrungsmittel, wie Kartoffeln, zu dir. Kartoffeln sind auch sehr gesund.
  • Rieche an aufgeschnittener Zitrone.
  • Träufle dir Lavendel- oder Rosenöl auf die Schläfen.
  • Trage ein Lavendelduftsäckchen am Körper.
  • Iss ungeschälte Mandeln.
  • Verwende Akupressurbänder (sea-sick-bands aus der Apotheke).
  • Trinke Kamillentee.

Ganz wichtig, um gegen Übelkeit in der Schwangerschaft vorzugehen, sind viele Ruhephasen und Zeiten für Rückzug und Erholung. Reduziere deinen Stress und schlafe ausreichend! Erfahre mehr über gesunden Schlaf.

Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft: Das kannst du tun

Durch die hormonellen Veränderungen kann es bereits zu Beginn der Schwangerschaft zu Nebenwirkungen in Form von Stimmungsschwankungen kommen. Die neue Lebenssituation kann neben großer Freude ebenso auch zu großer Angst oder Niedergeschlagenheit führen.

Welche Gefühle du erlebst, ist mitunter davon abhängig, wie du von deinem Umfeld getragen wirst. Meist stabilisieren sich diese Symptome im 2. Trimester. Dann fühlen sich die meisten Schwangeren wieder wohl und sicher in ihrem Körper.

Gegen Ende der Schwangerschaft können dann wieder Unsicherheits- und Angstgefühle vor der bevorstehenden Geburt auftreten. Angst darfst du hier gerne durch Respekt vor der Geburtssituation ersetzen. Das nimmt Druck von dir!

Durch verschiedene Stimmungsphasen zu gehen, ist völlig normal. Es kann auch vorkommen, dass die traurig erlebten Momente zunehmen.

 

Wichtige Hilfe bei Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft

  • Sprich mit deinem Partner, deiner Partnerin oder einer guten Freundin.
  • Gehe eine Traumatherapie an, wenn du aufgrund von schlechten Erfahrungen bei vorherigen Geburten Angst hast.
  • Suche dir ggf. professionelle Unterstützung bei einer Psychologin oder einem Psychologen.
  • Sprich mit deiner Hebamme über deine Stimmungswechsel.
  • Suche das Gespräch mit deiner Gynäkologin.
  • Sorge dafür, dass du dich körperlich wohlfühlst, zum Beispiel durch Bäder oder angenehmer zu tragende Kleidung.
  • Nutze die Vorteile einer Atemtherapie bzw. Atemtechniken.
  • Lass dir Schwangerschaftsmassagen verschreiben.
  • Nimm dir regelmäßig Auszeiten und betreibe aktive Stressreduktion und -prävention.
  • Bitte deine Familie und dein Umfeld darum, dich mehr zu entlasten.
  • Nimm dir ggf. eine Haushaltshilfe, wenn sich die Beschwerden im 2. und 3. Trimester verstärken.

Tipp: Wir als Krankenasse unterstützen Haushaltshilfen.

Häufige körperliche Beschwerden in der Schwangerschaft: Blähungen, Verstopfungen, Muskelkrämpfe, Ödeme

Bei Blähungen und Verstopfung in der Schwangerschaft solltest du deine Ernährung umstellen. Vor allem in der Frühschwangerschaft können Blähungen, Völlegefühl und Verstopfung auftreten.

Diese sind auf den erhöhten Progesteronspiegel zurückzuführen. Auch zu viel Milchzucker kann eine Ursache von Blähungen sein, wenn dein Körper nicht genügend Laktase (ein milchspaltendes Enzym) produziert, um den Milchzucker abzubauen.

Wenn du ballaststoffreich isst und wenig trinkst, kannst du eine Verstopfung bekommen. Bewegungsmangel verstärkt in der Regel die Probleme.

So linderst du Blähungen und Verstopfungsbeschwerden:

  • Trinke viel und verzichte auf kohlensäurehaltige Getränke.
  • Verzichte auf künstlich gesüßte Getränke.
  • Trinke Pfefferminz-, Fenchel-, Melissentee.
  • Halte probiotische Milchprodukte im gesunden täglichen Rahmen und nimm sie nicht im Übermaß zu dir.
  • Bei Verstopfung trinkst du morgens nüchtern ein Glas stilles warmes Wasser.
  • Bereite Müsli abends zu und lass es über Nacht quellen.
  • Iss langsam und bewusst, denn die Verdauung beginnt bereits im Mund.
  • Vermeide längeres Sitzen (Arbeitsplatz!).
  • Bewege dich regelmäßig.

 

Das kannst du als Schwangere gegen Muskelkrämpfe tun

Das Wachstum der Gebärmutter benötigt und verbraucht Magnesium. Das führt vor allem nachts häufig zu Wadenkrämpfen, teilweise auch zu Krämpfen in den Oberschenkeln. Diese können sehr schmerzhaft und intensiv sein.

Zusätzlich ist ein Übermaß an Stress, körperlicher Überlastung, Schwitzen, Durchfall (zum Beispiel durch einen Magen-Darm-Virus) wie auch Erbrechen (ggf. in der Frühschwangerschaft) dafür verantwortlich, dass der Körper viel Magnesium verbraucht bzw. verliert.

So behandelst du Muskelkrämpfe in der Schwangerschaft:

  • Magnesiumsubstitution in Form von Brausetabletten bzw. Pulver
  • Verzehr magnesiumhaltiger Lebensmittel (zum Beispiel Kartoffeln)
  • Schüssler Salze: Magnesium phosphoricum als „heiße Sieben“ trinken, das heißt 7 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und schluckweise langsam trinken
  • phasenweise Magnesium abends einnehmen, vor allem in den Phasen, in denen die Gebärmutter und das Baby wieder deutlich gewachsen sind
  • bequemes und flaches Schuhwerk tagsüber, in der fortgeschrittenen Schwangerschaft besonders wichtig
  • Bluteisenspiegel über eine Ferritinbestimmung bei der Fachärztin oder der Hebamme durchführen lassen
  • ggf. Eisen in Form von Kräuterblutsaft, II-wertigem Eisen zuführen, Rindfleisch essen
  • Nährstoffe wie Calcium, Kalium, Vitamin B ggf. kontrollieren lassen und bei Mangel durch eine entsprechende Ernährung ausgleichen
  • Ödeme und Wassereinlagerungen in Schach halten

„Schwere Beine“ treten übrigens bei sehr vielen Schwangeren auf. Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel schwellen die Fußgelenke, Hände und Füße oftmals deutlich an.

Diese Ödeme können zum Beispiel im Sommer durch die Hitze entstehen, manchmal sind sie allerdings auch bedingt durch einen höheren Blutdruck und vor allem durch die Schwangerschaftshormone.

Die Zunahme der Flüssigkeitsmenge im Körper, die Gewichtszunahme in der Mitte des Körpers begünstigen ebenfalls das Auftreten von Wassereinlagerungen. Diese können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Das kannst du bei angeschwollenen Beinen und Gelenken oder Ödemen in der Schwangerschaft tun:

  • Schwimmen und Wassergymnastik für Schwangere
  • Spazierengehen, Radfahren
  • Lymphdrainage
  • Akupunktur
  • kreisende und entstauende Übungen für die Beine
  • regelmäßig die Beine hochlegen
  • beim Sitzen die Beine nicht übereinanderschlagen
  • die Beine kalt abduschen, immer herzwärts enden
  • Stützstrümpfe, die von der Gynäkologin verschrieben werden
  • flache Schuhe tragen
  • Reis, Ananas, und Brennnesseltee in den Speiseplan aufnehmen
  • extrem salzige Speisen vermeiden
  • viel trinken
  • auf eine eiweißhaltige Ernährung achten, zum Beispiel mit Quark oder Hüttenkäse

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Was bei Müdigkeit und Erschöpfung in der Schwangerschaft hilft

Ganz zu Beginn der Schwangerschaft befindet sich dein Körper in einem großen Umstellungs-, und Anpassungsprozess. Dieser Prozess macht dich in aller Regel sehr müde und auch schneller erschöpft.

Es kann aber auch sein, dass im gesamten Verlauf deiner Schwangerschaft immer wieder Phasen der Müdigkeit aufkommen. Diese werden bedingt durch die enorme körperliche Anstrengung für das Wachstum und die ausreichende Blutversorgung des Babys. Auch das schwangerschaftserhaltende Hormon Progesteron kann dich müde machen, denn es hat eine beruhigende Wirkung.

Im 1. Trimester ist es daher besonders wichtig, für ausreichenden Schlaf und auch tagsüber für einen entspannten Ausgleich zu den täglichen Anforderungen zu sorgen und Ruhepausen einzulegen. Kämpfe am besten nicht gegen die Müdigkeit an.

 

Stress vermeiden

Bist du berufstätig, solltest du dich auch im beruflichen Umfeld nicht unnötig zu viel Stress aussetzen und genau überlegen, was wirklich zu tun ist und was liegenbleiben kann.

Falls es hier im weiteren Verlauf der Schwangerschaft sogar zu einer Überlastungssituation kommt, nimmst du dir am besten ein paar Tage Urlaub oder reduzierst deine Arbeitszeit. Dies kann auch in Absprache mit der Gynäkologin bzw. Hebamme erfolgen.

Leben bereits Kinder unter 12 Jahren in deinem Haushalt leben, kann dich eine Haushaltshilfe entlasten. Am besten planst du die gesamte Organisation des Haushalts so, dass du entlastet wirst.

 

Tu dir etwas Gutes

Abends kann es helfen, ein entspanntes Bad zu nehmen und früh schlafen zu gehen. Gesunde Bewegung und sanfter ausgleichender Sport sind in der gesamten Schwangerschaft empfehlenswert. Dies kann zum Beispiel Yoga sein, Pilates, Schwimmen, Radfahren oder spazieren gehen.

Der eigene Körper läuft rund um die Uhr auf Hochtouren. Und das ist anstrengend.

Umso schöner ist es, sich bewusst Auszeiten zu nehmen und auch in Kontakt mit dem Baby zu treten.

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ist es immer wieder wichtig, die eigenen Grenzen neu zu definieren und gut auf sie zu achten.

Brustschmerzen in der Schwangerschaft

Schmerzende Brüste gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Sie fühlen sich voller, praller und zum Teil an den Brustwarzen empfindsamer an.

Das liegt an der Zunahme von Östrogen und dem schwangerschaftserhaltenden Hormon HCG gleich zu Beginn der Babybauchzeit. Im Verlauf der 9 Monate wird die Brust deutlich an Größe zunehmen. Sie bereitet sich schon jetzt auf die Bildung von Muttermilch für das Stillen des Säuglings vor.

 

Ab wann verfärben sich die Brustwarzen in der Schwangerschaft?

Im 2. Trimester werden die Brustwarzenhöfe dunkler pigmentiert, die Durchblutung in der Brust nimmt zu. Auch die Brustwarzen vergrößern sich.

Gegen Ende der Schwangerschaft kann es vereinzelt sogar schon vorkommen, dass sich bereits etwas Vormilch, das sogenannte Kolostrum, bildet.

 

Für die Brustveränderungen gibt es den passenden BH

Empfehlenswert ist ein bequemer Schwangerschafts-BH, der breite Träger hat, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Er soll eine stabile Stützfunktion gewährleisten, nicht einschnüren und aus einem hautfreundlichen, angenehmen Material sein.

Abzuraten ist von Bügeln und Abnähern direkt über der Brustwarze. Die Brustwarzen sollen nicht abgerieben werden, das Stillen benötigt keine mechanische Vorbereitung. Zuviel Stimulanz an den Brustwarzen kann unter Umständen sogar vorzeitige Wehen auslösen.

Das kannst du bei Schmerzen im Beckenbereich und Rückenschmerzen als Schwangere tun

Ziehende Schmerzen im Beckenbereich können je nach Trimester unterschiedliche Gründe haben. Im 1. Trimester sind sie oft bedingt durch das Dehnen der Mutterbänder, an denen die Gebärmutter im kleinen Becken befestigt ist. Später können Schmerzen auch ein Hinweis auf eine vorzeitige Wehentätigkeit sein.

Wichtig ist hierbei auch für entsprechende Ausgleichsbewegungen und Ruhepausen zu sorgen, damit der Körper Entlastung findet. Unter Umständen ist auch ein Beschäftigungsverbot durch die Gynäkologin notwendig.

Schmerzen am Schambein können durch eine Lockerung des Schambeins verursacht werden. Dies kann vor allem bei bereits vorausgegangenen Schwangerschaften der Fall sein.

Ein Schwangerschaftsband kann Abhilfe bzw. Linderung schaffen. Bei stärkeren Schmerzen, auch oft mit Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich, ist eine ausgleichende Haltungsschulung wichtig zum Beispiel mithilfe von Schwangerschaftsyoga oder Osteopathie in der Schwangerschaft.

Osteopathie ist eine sehr sanfte Methode, um auch hier therapeutisch wirkungsvoll einen gesunden Ausgleich zu den körperlichen Veränderungen zu bewirken. Wenn die Beschwerden mit Fortschreiten der Schwangerschaft noch stärker werden, kann der Arzt einen Stützgurt zur Entlastung verschreiben. Taping ist ebenfalls hilfreich, gerade wenn die Region um den Bauchnabel vom Bindegewebe sehr aufgelockert ist.

 

So bekommst du Rückenschmerzen in der Schwangerschaft besser in den Griff

Durch das schwangerschaftserhaltende Hormon Progesteron lockern sich die Bänder, das Gewebe und die Muskulatur. Das „Weichwerden“ ist sinnvoll und wichtig, kann aber vor allem im Bereich des unteren Rückens zu sehr schmerzhaften Zuständen führen.

Ebenso werden Rückenschmerzen durch die nach vorne geneigte Haltung des Beckens mitbegünstigt. Die meisten Schwangeren bewegen sich mit zunehmendem Wachstum der Gebärmutter im Hohlkreuz.

Dies bringt mehr Spannung in den Lendenwirbelbereich, die Bauchmuskulatur kann die Rückenmuskulatur nicht mehr wie sonst unterstützen.

Das hilft dir bei Rückenschmerzen:

  • Haltungsschule
  • Schwangerschaftsyoga
  • Akupunktur
  • Wärme im schmerzenden Rückenbereich durch eine Wärmflasche, Dinkel-, Kirschkernsäckchen
  • Entspannungsbäder mit Lavendel, Melisse, Salbei mit max. 39 Grad Temperatur
  • Taping
  • regelmäßige ausgleichende Bewegung, zum Beispiel Spazierengehen, Schwimmen
  • ein Schwangerschaftsstützband bei Beschwerden, auch ausgelöst durch eine Schambeinlockerung
  • Massage im schmerzenden Bereich
  • Physiotherapie
  • Osteopathie

Vorsicht: bei starken Nervenschmerzen durch Druck auf den N. Ischiadicus als Sofortmaßnahme Stufenlagerung, das heißt, die Beine im rechten Winkel zum restlichen Körper höher lagern, bei Schwindelgefühl in Rückenlage nicht durchführen.

Rückenschmerzen sollten immer ernst genommen werden. Von Schmerztabletten ist abzuraten, jeder Schmerz ist ein wichtiges Symptom des Körpers!

Halten deine Beschwerden länger an, solltest du zum Orthopäden oder einer Orthopädin gehen.

Achtung: Bei diesen Schwangerschaftsbeschwerden solltest du sofort Hilfe suchen

Bei anhaltenden Erschöpfungszuständen, depressiven Stimmungslagen, sehr starken Rückenschmerzen, die mit Ausstrahlen bis ins Bein einhergehen, anhaltender Übelkeit und intensivem Erbrechen jenseits der 12./14. SSW verbunden mit Gewichtsverlust, sehr intensiver Verstopfung, starker Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen verbunden mit Blutdruckveränderungen, unklaren Oberbauchbeschwerden rät unsere Expertin Astrid Sommer dringend die Hebamme bzw. die Gynäkologin aufzusuchen.

Was darf in der Hausapotheke während der Schwangerschaft nicht fehlen?

Folgende Mittel eignen sich sehr gut für ein Notfall-Kit „Schwangerschaftsbeschwerden“ – für zu Hause und unterwegs:

  • Ingwertropfen (Apotheke)
  • Magnesium 150mg Sofortpulver (Apotheke)
  • Magnesium phosphoricum, Schüssler Salze (Apotheke)
  • Wärmflasche oder Dinkel-/Kirschkernsäckchen
  • Lavendeltropfen (Apotheke)
  • Lavendelbad
  • Aconitum Schmerzöl
  • Passiflora Nerventonikum
  • Rosmarin Beinlotion
  • Solum Öl
  • Ferrum Schüssler Tee
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor

Fazit: Schwangerschaftsbeschwerden gehören leider oft dazu – aber es gibt natürliche Abhilfe

Jede Schwangere erlebt ihre Schwangerschaft anders. Doch bei vielen Frauen kommt es zu Beschwerden, von welchen die meisten ganz natürlich sind.

Die gute Nachricht: Die meisten Beschwerden halten nicht während der gesamten Schwangerschaft an, und es gibt natürliche Methoden, die dir Linderung verschaffen.

Werdende Mütter sollten sich nicht scheuen, Unterstützung und Rat zu suchen, sei es durch Fachpersonal, vertrauensvolle Freunde oder durch die vielfältigen Ressourcen, die heute zur Verfügung stehen.

Letztendlich ist jede Schwangerschaft eine individuelle Reise, die mit Geduld, Fürsorge und einem offenen Dialog mit medizinischen Fachkräften gemeistert werden kann. Das Wohl der Mutter steht dabei immer im Vordergrund, um eine gesunde und glückliche Schwangerschaft für alle Beteiligten zu gewährleisten.

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Häufige Fragen zu Beschwerden in der Schwangerschaft

Was sind typische Schwangerschaftsbeschwerden?

Während deiner Schwangerschaft kannst du mit verschiedenen Beschwerden rechnen:

  • Zu Beginn der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Übelkeit und Erbrechen, vor allem am Morgen.
  • Müdigkeit begleitet dich oft während der gesamten Schwangerschaft.
  • Oftmaliges Wasserlassen und Verstopfung sind durch die wachsende Gebärmutter bedingt.
  • Blähungen, Sodbrennen, Rückenschmerzen und Ischiasschmerzen kommen ebenfalls häufig vor.
  • Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Brustspannen und Hautpigmentierung sind ebenfalls häufige Symptome während der Schwangerschaft.
  • Einige Schwangere leiden auch an Schwindel, Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hämorrhoiden, Krampfadern, Schlafstörungen oder verändertem Appetit.

Übrigens: Auch ständig erkältet zu sein, ist in den 9 Monaten nicht ungewöhnlich.

Wann beginnen die Schwangerschaftsbeschwerden?

Die ersten Anzeichen von Schwangerschaftsbeschwerden können bereits kurz nach der Befruchtung auftreten, oft schon in den ersten Wochen nach der Empfängnis. Typischerweise beginnen leichte Beschwerden wie Übelkeit, Müdigkeit oder häufigeres Wasserlassen ab der vierten bis sechsten Schwangerschaftswoche spürbar zu werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Frau und jede Schwangerschaft einzigartig ist. Einige werdende Mütter bemerken vielleicht schon sehr früh Veränderungen, während andere erst später im ersten Trimester oder darüber hinaus Symptome entwickeln. Eine offene Kommunikation mit Ihrer Gynäkologin oder Hebamme kann helfen, frühe Schwangerschaftssymptome zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Welche Woche der Schwangerschaft ist am schlimmsten?

Es gibt keine universelle Antwort auf diese Frage, da jede Schwangerschaft individuell ist und äußere Faktoren, persönliche Umstände und die körperliche Verfassung der schwangeren Frau eine Rolle spielen.

Viele Frauen empfinden aber das erste Trimester (1. bis 12. Schwangerschaftswoche) aufgrund der hormonellen Umstellung und der Anpassung des Körpers an die Schwangerschaft als besonders herausfordernd. Übelkeit, Müdigkeit und emotionale Schwankungen sind in dieser Zeit nicht ungewöhnlich.

Für einige Frauen ist jedoch auch das dritte Trimester (ab der 29. Schwangerschaftswoche) besonders intensiv. Das hat beispielsweise mit der körperlichen Belastung, der zunehmenden Größe des Bauches und der Vorfreude oder Anspannung bezüglich der Geburt zu tun.

Wie fühlt es sich an schwanger zu sein in den ersten Wochen?

Die ersten Wochen der Schwangerschaft können Frauen auf unterschiedliche Weise empfinden. Manchen ist ständig übel, andere haben sehr empfindliche oder spannende Brüste. Einige Frauen müssen häufiger wasserlassen.

Was darf man in den ersten Schwangerschaftswochen nicht machen?

In den ersten Schwangerschaftswochen solltest du auf rohes Fleisch oder Speisen mit rohen Eiern verzichten. Auch Kontaktsportarten sind eher ungeeignet. Außerdem solltest du möglichst keine Medikamente zu dir nehmen. Sprich am besten mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen darüber.

Wann fängt das Ziehen im Unterleib an, wenn man schwanger ist?

Häufig beginnt das Ziehen im Unterleib in der vierten Schwangerschaftswoche, wenn sich das Ei in der Gebärmutter einnistet. Aber der 5. SSW kann die Dehnung der Gebärmutterbänder für ein Ziehen sorgen.

Welche Symptome sind gefährlich in der Schwangerschaft?

Starke Schmerzen im Unterleib und Blutungen können gefährlich sein. In diesem Fall solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch dann, wenn du keine Kindsbewegungen mehr spürst oder du starkes Fieber und Schüttelfrost hast.

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