Alkohol in der Schwangerschaft - Gefährdung des ungeborenen Kindes

Dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist, sollte eigentlich allseits bekannt sein. Dennoch kommt eine aktuelle Studie vom IFT Institut für Therapieforschung jetzt zu erschreckenden Ergebnissen: In Deutschland werden trotz intensiver Aufklärung zu diesem Thema fast 13.000 Babys pro Jahr mit Gesundheitsschäden geboren, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben.

Alkohol ist ein Zellgift, das sich direkt auf Wachstum und Hirnentwicklung des Babys im Mutterleib auswirkt. Trinkt eine Schwangere ein Glas Bier, Wein oder gar Härteres, hat ihr Baby innerhalb von nur ein paar Minuten den gleichen Alkoholpegel wie sie. Und was noch schlimmer ist: Der Fötus braucht viel länger, um den Alkohol wieder abzubauen und ist deshalb den gefährlichen Auswirkungen des Gifts auch länger ausgesetzt – nicht selten mit gravierenden Folgen.

Diese Kinder leiden oft unter Untergewicht, Intelligenzminderung, Verhaltensauffälligkeiten oder anderen schweren Beeinträchtigungen. Von FASD, einer geringeren Ausprägung des Syndroms, sollen sogar 12.650 Neugeborene betroffen sein. Das sind leider knapp zwei Prozent der insgesamt 714.927 Neugeborenen des Jahres 2014. Da es keine sicheren Grenzwerte oder Zeitfenster gibt, raten Frauenärzte werdenden Müttern dringend, gar keinen Alkohol zu trinken.

Allerdings macht unsere Gesellschaft es Schwangeren nicht gerade leicht: Ein Prosit hier, ein Gläschen da, anstoßen auf einen Geburtstag – wer auf Alkohol verzichtet, weiß, wie oft man dankend ablehnen muss. Komplett auf Geselligkeit zu verzichten, ist natürlich nicht die Lösung: Für Anlässe, bei denen die anderen trinken, gibt es Cocktails auf Fruchtsaftbasis oder leckere Schorlen.

Schmecken und sind gut für Mutter und Kind

  • Schorlen und Fruchtsaftcocktails

Wer auf den Geschmack von alkoholischen Getränken gar nicht verzichten mag, kann auf alkoholfreie Biere, Weine oder Sekte zurückgreifen. Beim Einkauf aber unbedingt darauf achten, dass diese Getränke keinen Restalkohol enthalten!

Um nicht ständig in Versuchung geführt zu werden, sollten Schwangere schon frühzeitig Freunde und Kollegen darüber informieren, dass sie aus erfreulichem Anlass in der nächsten Zeit keinen Alkohol trinken. Und wenn der Partner und die Familie bei der Umsetzung der guten Vorsätze helfen, schaffen es Mutter und Kind umso leichter, bei 0,0 Promille zu bleiben.

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