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Arztbesuch

Die Zeit im Sprechzimmer ist knapp. Gerade dann fallen einem die wichtigsten Fragen nicht ein. Oder man verlässt die Praxis, ohne wirklich verstanden zu haben, was die Ärztin oder der Arzt gesagt hat. Wir haben Tipps, wie Sie sich vorbereiten können.

Wer kennt nicht das mulmige Gefühl nach dem Arzttermin, nicht alles verstanden zu haben, was der Mediziner gesagt hat? So geht es vielen und deshalb sollte man sich vor dem Gespräch Gedanken machen – gerade bei schweren oder chronischen Leiden.

Marie-Luise Dierks weiß, wie schwierig die Kommunikation zwischen Arzt und Patient mitunter werden kann. Die Hochschullehrerin hat in Hannover die erste Patienten-Universität in Deutschland gegründet. Sie sagt: "Gute Vorbereitung erleichtert dem Arzt die Diagnose und die Patienten können sicher sein, wirklich alle Fragen zu klären." Mit ihren Tipps vereinfacht man sich den Besuch in der Praxis.

Vor dem Arztbesuch

Man sollte sich in Ruhe überlegen: Was ist heute mein Anliegen? Wann treten welche Symptome auf? Welche Medikamente – auch die frei verkäuflichen – nehme ich ein? Am besten schreibt man sich wichtige Fragen rund um die Diagnose, die Therapie oder zu Nebenwirkungen auf und hat sie beim Arzt griffbereit.

Während des Arztbesuches

Den Zettel mit den Fragen sollte man parat haben. "So können Patienten sofort checken, ob alle wichtigen Aspekte angesprochen werden", sagt Dierks. Es ist wichtig, aufmerksam zuzuhören und sich Notizen zu machen. Manchmal kommt es jedoch vor, dass man nicht alles verstanden hat. Hier gilt: keine Scheu vor Nachfragen haben und darum bitten, das Gesagte in einfachen Worten zu wiederholen.

"Gerade in schwierigen Situationen oder wenn man nicht ganz sicher ist, ob man alles nachvollziehen kann, ist es hilfreich, eine Vertrauensperson an der Seite zu haben", rät Dierks. Auch wenn Mediziner tagtäglich unter Stress stehen, haben alle Patientinnen und Patienten das Recht auf Information und Beratung.

Wer gut vorbreitet im Sprechzimmer erscheint, braucht eine Portion Mut, meint Dierks. "Es erfordert Selbstvertrauen, Antworten auf Fragen einzufordern – natürlich in einem freundlichen Ton."

Nach dem Arztbesuch

Durchschnittlich acht Minuten dauert der Besuch in der Sprechstunde. Da sind mitunter am Ende noch Fragen offen, manche ergeben sich auch erst nach längerem Nachdenken zu Hause. Was dann? "Wenn am gleichen Tag keine Zeit mehr ist, können Sie immer auch um einen weiteren Termin bitten, dies sollte kein Arzt oder keine Ärztin abschlagen", sagt Marie-Luise Dierks.

Was bietet Dr. Google?

Was hat es auf sich mit dem gut gemeinten Ratschlag: "Bitte googeln Sie nicht"?

"Das Internet bietet durchaus gute Chancen, etwas über Erkrankungen zu lernen", meint die Expertin für laienverständliche Kommunikation in Gesundheitsfragen. Zudem lassen sich neugierige Gemüter von solchen Tipps sowieso nicht aufhalten. Wichtig sei es aber, darauf zu achten, nur Webseiten mit wissenschaftlich geprüften Informationen anzusteuern.

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