07.02.2018 Gesund und fit

Auf der richtigen Spur - Der Ernährungsführerschein in der Schwangerschaft

40 Wochen kein Camembert, Sushi oder Salami – für das Kindeswohl beißen sicherlich viele Frauen in den sauren Apfel und entsagen vielem. Doch der Verzicht auf einzelne Lebensmittel reicht in der Regel nicht aus, um während der Schwangerschaft die Gesundheit und die Entwicklung des Babys positiv zu beeinflussen. Unsere Expertin, Lucia Janik gibt Tipps, um von Anfang an dem Nachwuchs das Beste mitzugeben.

Die Verantwortung für die Ernährung des Kindes liegt in den Händen der Mutter und beginnt noch vor dem Eintritt der Schwangerschaft. Wer einen Kinderwunsch hat und stark übergewichtig ist, sollte etwas kürzertreten. Kinder von Müttern, die schon in der Anfangsphase der Schwangerschaft stark übergewichtig waren, haben oft eine kürzere Lebenserwartung und entwickeln schneller Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch im Gehirn des Kindes findet eine pränatale Prägung statt, die ein Leben lang den Stoffwechsel des Neugeborenen bestimmt.

Darüber hinaus entscheidet eine fetale Überernährung über ein höheres Risiko an Bluthochdruck, Insulinresistenz, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Asthma zu erkranken. Auf der anderen Seite kann die Mutter durch ihre Ernährung in der Schwangerschaft auch positiven Einfluss auf die Entwicklung der Intelligenz des Kindes nehmen, zum Beispiel, wenn sie etwa 0,2 Gramm DHA (Omega-3-Fettsäure) pro Tag in Form von Lachs oder Makrelen zu sich nimmt.

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Essen Sie ausgewogen, berücksichtigen Sie alle Nahrungsgruppen, reduzieren Sie gesättigte Fettsäuren und Zucker und bewegen Sie sich regelmäßig – das kommt Ihnen und Ihrem Kind zu Gute.

Lucia Janik, Gesundheitsexpertin bei der BKK VBU

Wichtig ist, in der Schwangerschaft nicht zu fasten oder eine Diät zu machen. Ebenso empfehlen Experten, sich nicht vegan zu ernähren. Denn nur tierische Lebensmittel beinhalten das wichtige Vitamin B-12, das wichtig für die körperliche Entwicklung ist. Es beeinflusst insbesondere die Ausbildung des Nervensystems und des Gehirns. Ein Mangel an Vitamin B-12 in der Schwangerschaft kann bleibende neurologische Schäden bei dem Neugeborenen verursachen.

Da der Körper in der Lage ist, das vorhandene Vitamin B12 immer wieder zu verwenden, dauert es bis zu zehn Jahre, bis die Mangelerscheinungen sichtbar werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Speicher vorher mit dem wichtigen Vitamin gefüllt waren. Eine enge Verknüpfung des Vitamins an die Folsäure erschwert eine vorzeitige Diagnose eines Mangels.

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