Störfaktor Mann

Frauen schlafen schlechter als Männer. Am besten liegen sie allein im Bett – findet zumindest die Wissenschaft.

Wissenschaftlich belegt

Die Frau schläft ohne Mann wesentlich besser. Bei ihm ist es umgekehrt. Sein Schlaf ist erholsamer, wenn die Partnerin neben ihm liegt. Zudem tickt die innere Uhr bei Frauen anders als bei Männern. Frauen reagieren sensitiver auf sogenannte soziale Zeitgeber wie Arbeitsbeginn und Termine als Männer. Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern erforschte die Universität Wien bereits vor Jahren. 

Doch finden die Erkenntnisse erst langsam ihren Platz in der Wissenschaft. Dabei sind die Folgen dieses unterschiedlichen Schlafverhaltens gravierend. Frauen haben etwa 1,5 Mal häufiger mit Schlafstörungen zu kämpfen als Männer, weiß Michael Schredl von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Der Forscher kennt eine ganze Reihe von Gründen. So sind Frauen häufiger depressiv als Männer, aber auch körperliche Gründe können eine Rolle spielen, wie etwa das Restless-Legs-Syndrom.

Zwanzig Minuten Unterschied

Die Unterschiede machen sich auch in der Länge des Schlafs bemerkbar. Grundsätzlich brauchen Männer weniger Schlaf, Frauen sollten etwa 20 Minuten länger schlafen, sagen Wissenschaftler. Dass die Nachtruhe von Männern weniger lang sein muss – mit diesem Unterschied können Paare in den meisten Fällen gut umgehen.

Wie aber lässt sich das Dilemma lösen, dass die Frau allein im Bett nächtigen müsste, um ausgeruht zu sein? Das wollen nur wenige Frauen in festen Beziehungen. Die meisten fühlen sich geborgener mit ihrem Partner an ihrer Seite. Wer lieber schlecht schläft als allein, kann zumindest etwas an der Ausstattung im Bett ändern: jedem seine eigene Decke, sein eigenes Kissen und vielleicht sogar seine eigene Matratze.

Schlaftipps

Tipps rund um einen gesunden Schlaf findet ihr in unserem Podcast “Hundemüde & Knallwach” auf Spotify. Eine Folge dreht sich ausführlich um das unterschiedliche Schlafverhalten von Frauen und Männern. Lerne außerdem Entspannungsübungen kennen, die einen gesunden Schlaf fördern.

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