Zahnpflege - Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn

Eine Schwangerschaft stellt den ganzen Körper auf den Kopf – verantwortlich dafür sind vor allem die Hormone. Ein erhöhter Östrogenspiegel sorgt nicht nur für Morgenübelkeit oder Blasenbeschwerden, er beeinflusst auch die Zahngesundheit.

"Bei Schwangeren verändert sich durch die Hormonumstellung im Mundbereich vor allem die Speichelzusammensetzung, und das Zahnfleisch wird sensibler“, weiß Christina Tietz, Zahnärztin bei der BKK VBU. "Durch den erhöhten Säuregehalt werden die Zähne anfälliger für Karies. "Am häufigsten treten aber ab dem vierten Monat Mundschleimhautentzündungen auf. Neben Schmerzen haben die Betroffenen mit Ödemen oder Mundgeruch zu kämpfen.

"Ich empfehle jeder Schwangeren, gleich am Anfang zum Zahnarzt zu gehen und den Zähnen ein intensives Pflegeprogramm zu gönnen", so Christina Tietz. "Dreimal täglich Zähneputzen und Zahnseide sind Pflicht, vor allem nach süßen Heißhungerattacken. Auch wenn das Zahnfleisch durch die hormonellen Veränderungen blutet, sollten Sie weiterhin gründlich putzen, um den Bakterien den Nährboden zu entziehen. Desinfizierend wirken Mundwässer, die nach dem Zähneputzen zusätzlich den Atem erfrischen."

Außerdem rät die Zahnärztin, verstärkt Milchprodukte zu essen. In ihnen steckt viel Calcium, das verantwortlich für Knochenbau und Zähne ist. Der Mineralstoff wird in der Schwangerschaft besonders benötigt.

Kostenfreie Zahnsprechstunde für Schwangere

  • Alle Fragen rund um das Thema Zahngesundheit und Schwangerschaft beantworten Christina Tietz und ihr Team jeden Dienstag von 13 bis 17 Uhr unter der Nummer 030 72612 2727.

Unter "anderen Umständen" ist Zahnvorsorge sehr wichtig, deshalb übernehmen wir die Kosten einer speziellen Schwangerenprophylaxe. In ihrem Rahmen werden Zähne und Zahnfleisch gründlich untersucht, der aktuelle Mundhygienestatus beurteilt und Plaquetests durchgeführt. Der Zahnarzt klärt die Schwangere ausführlich über die Veränderungen im Körper auf und weist auf Risiken wie beispielsweise Karies durch Morgenübelkeit mit Erbrechen (Säure) hin. Er gibt auch allgemeine Tipps zu Ernährung, Zahn- und Mundpflege. Die Prophylaxe schließt die spezielle professionelle Zahnreinigung ein. Wenn es medizinisch notwendig ist, können werdende Mütter sie mehrfach in Anspruch nehmen.

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