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Ist Zimt gesund? Eine Spurensuche

Zimt ist mehr als nur ein beliebtes Gewürz, das unseren Speisen eine warme, süßliche Note verleiht. Seit Jahrhunderten wird Zimt gesund in verschiedenen Kulturen eingesetzt. Auch für deine Gesundheit kann Zimt Vorteile haben.

Was ist Zimt?

Zimt, eines der ältesten Gewürze der Welt, hat eine reiche und vielfältige Geschichte. Der Ursprung dieses exotischen Gewürzes lässt sich bis ins alte Ägypten zurückverfolgen. Dort wurde es nicht nur als Gewürz, sondern auch für rituelle Zwecke verwendet.

Heute wird Zimt hauptsächlich in Asien angebaut. Sri Lanka ist einer der größten Produzenten, insbesondere des hochgeschätzten Ceylon Zimts. Dieser echte Zimt, bekannt für sein mildes und süßes Aroma, stammt vom Ceylon Zimtbaum. Der schärfere und günstigere Cassia Zimt kommt aus anderen Regionen Asiens und Chinas.

Die Unterschiede zwischen diesen Zimtarten sind nicht nur im Geschmack, sondern auch in ihren Bestandteilen zu finden. Der Hauptbestandteil von Zimt ist das ätherische Öl, das ihm sein unverwechselbares Aroma verleiht. Dieses Öl enthält verschiedene Verbindungen, unter anderem das berühmte Cumarin.

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Während Ceylon Zimt nur geringe Mengen an Cumarin enthält, ist der Gehalt in Cassia Zimt deutlich höher. Dieser Unterschied ist besonders wichtig, da hohe Mengen an Cumarin gesundheitlich bedenklich sein können.

Zusätzlich zu Cumarin enthält Zimt auch andere wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, die zur gesundheitsfördernden Wirkung beitragen. Diese Antioxidantien können helfen, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren und die Gesundheit zu unterstützen.

Herstellung von Zimt

Die Gewinnung von Zimt ist ein faszinierender Prozess, der je nach Art des Zimts variiert. Der günstigere Cassia Zimt und der teurere Ceylon Zimt unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in der Art und Weise, wie sie geerntet und verarbeitet werden.

Cassia Zimt stammt von Bäumen, die in China und anderen Teilen Asiens heimisch sind:

  • Die dickeren Rindenschichten dieser Bäume werden geschält und getrocknet.
  • Während des Trocknungsprozesses rollen sich die Rindenstücke zu den bekannten Zimtstangen zusammen.
  • Diese dickere Rinde trägt dazu bei, dass Cassia Zimt eine robustere Struktur und ein intensiveres Aroma als Ceylon Zimt hat.

Der teurere Ceylon Zimt wird hauptsächlich in Sri Lanka gewonnen. Die Gewinnung ist arbeitsintensiver und erfordert eine sorgfältigere Handhabung.

  • Die Rinde des Ceylon Zimtbaums ist dünner und zarter.
  • Für die Herstellung von Ceylon Zimt werden feine Schichten der inneren Rinde von Hand geschält und vorsichtig getrocknet.
  • Diese dünnere Rinde ermöglicht es, dass sich die Zimtstangen in feine, fast papierartige Schichten rollen, was dem Ceylon Zimt sein charakteristisches Aussehen und seinen feineren, milderen Geschmack verleiht.

Insgesamt erfordert die Gewinnung von Zimt sorgfältige Arbeit und Aufmerksamkeit. Nur so erhält das Produkt die beste Qualität und das reichhaltige Aroma, das es so beliebt macht.

Ist Zimt gesund? Wissenschaftlich belegte Gesundheitsvorteile

Von der Förderung der Verdauung bis hin zur potenziellen Regulierung des Blutzuckerspiegels: Die Wirkungen von Zimt auf unsere Gesundheit sind vielfältig und faszinierend. In diesem Abschnitt gehen wir auf einige der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile.

 

Blutzuckerkontrolle und Diabetes-Prävention

Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften von Zimt ist seine Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Dies macht ihn zu einem wertvollen Hilfsmittel in der Prävention und Behandlung von Diabetes.

Studien haben gezeigt, dass Zimt die Insulinsensitivität verbessern und somit dazu beitragen kann, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Eine Studie aus dem Jahr 2003, veröffentlicht im „American Journal of Clinical Nutrition“, zeigte, dass der Konsum von nur 1 Gramm Zimt pro Tag zu signifikanten Verbesserungen bei Typ-2-Diabetikern führte. Sie profitierten von besseren Blutzucker- und Blutfettwerten.1

 

Herzgesundheit und Cholesterinsenkung

Neben der Blutzuckerkontrolle hat Zimt auch positive Auswirkungen auf die Herzgesundheit. Forschungen legen nahe, dass Zimt helfen kann, den LDL-Cholesterinspiegel (das „schlechte“ Cholesterin) zu senken, während gleichzeitig das HDL-Cholesterin (das „gute“ Cholesterin) stabil bleibt oder sogar zunimmt.

Eine im Jahr 2013 durchgeführte Studie, die im Journal „Diabetes Care“ veröffentlicht wurde, zeigte, dass die Einnahme von Zimtextrakten bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zu einer signifikanten Verringerung des Gesamtcholesterins führte. Diese Ergebnisse unterstützen die Vermutung, dass Zimt gesund ist.

 

Entzündungshemmende Eigenschaften

Zimt besitzt auch entzündungshemmende Eigenschaften. Diese entzündungshemmenden Effekte machen Zimt zu einem potenziellen Verbündeten im Kampf gegen chronische Entzündungen, die mit einer Vielzahl von Krankheiten wie Arthritis, Herzerkrankungen und sogar Krebs in Verbindung stehen.2, 3

Eine im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlichte Studie zeigte, dass bestimmte Verbindungen in Zimt die Entzündung auf molekularer Ebene reduzieren können. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Zimt als natürliches entzündungshemmendes Mittel wirken und dazu beitragen kann, die Symptome von Krankheiten, die durch Entzündungen verschlimmert werden, zu lindern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eindeutig wissenschaftlich belegt ist, dass Zimt gesund ist. Zimt wirkt:

  • Antibakteriell
  • Blutdrucksenkend
  • Entzündungshemmend
  • Krampflösend
  • Appetitanregend
  • Verdauungsfördernd

Es ist jedoch wichtig, Zimt in Maßen zu konsumieren. Bei bestehenden Beschwerden oder Medikationen solltest du zudem vor der Einnahme von Zimtpräparaten eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren.

Zimt in der täglichen Ernährung

Die Integration von Zimt in die tägliche Ernährung kann eine köstliche und gesundheitsfördernde Gewohnheit sein. Zimt verleiht nicht nur Speisen und Getränken ein warmes Aroma, sondern bietet auch gesundheitliche Vorteile, wie wir bereits gesehen haben.

Hier sind einige Tipps und Ideen, wie du Zimt in deine täglichen Mahlzeiten einbinden kannst. Außerdem erfährst du wichtige Informationen zur empfohlenen Tagesdosis und Sicherheitshinweise.

 

Wie du Zimt in deine Ernährung integrierst

In Europa wird Zimt als gemahlenes Gewürzpulver vor allem für Desserts, Chai-Tees, Schokolade oder Glühwein verwendet. In Asien gibt Zimt auch herzhaften Fleischgerichten eine besondere Note und ist Bestandteil traditioneller Gewürzmischungen wie dem „Fünf-Gewürze-Pulver“ (Zimt, Nelken, Sternanis, Pfeffer, Fenchel).

Ganze Zimtstangen des Cassia-Zimts lassen sich gut in Stücke brechen und mitkochen. Diese sollten anschließend vor dem Servieren entnommen werden. Pulverisierter Zimt sollte erst zum Ende der Garzeit zugefügt werden, da sich sonst eine leichte Bitternote bilden kann.

Gut zu wissen: Zimt eignet sich sehr gut zum Flavour Pairing. In süßen Speisen und Getränken ist er der ideale Begleiter von Gewürznelke, Muskatnuss, Kardamom und Vanille. Pikant lässt er sich am besten mit Piment, Chili, Pfeffer, Lorbeerblättern und Wacholderbeeren kombinieren.

Hier einige Rezeptideen:

  • Frühstück: Füge deinem morgendlichen Haferbrei oder Smoothie eine Prise Zimt hinzu.
  • Backen: Verwende Zimt in Kuchen, Muffins oder Brot für einen warmen, würzigen Geschmack.
  • Heißgetränke: Eine Zimtstange in Tee oder Kaffee ergibt ein aromatisches Heißgetränk.
  • Herzhaftes Kochen: Eine kleine Menge Zimt in Eintöpfen oder Fleischgerichten kann eine exotische Note verleihen.

 

Empfohlene Tagesdosis und Sicherheitshinweise

Obwohl Zimt gesund ist, sollte er in Maßen genossen werden. Denn in großen Mengen kann Zimt schädlich sein. Dies liegt insbesondere an dem hohen Cumaringehalt im Cassia-Zimt.

Gut zu wissen: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt eine maximale tägliche Aufnahme von 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht. Für Erwachsene entspricht dies etwa 2 bis 3 Gramm des gängigeren Cassia-Zimts. Bei Ceylon-Zimt, der weniger Cumarin enthält, kannst du etwas großzügiger sein.

Expertinnen und Experten raten dazu, auf die Art des Zimts zu achten, den man konsumiert. Besonders, wenn man regelmäßig größere Mengen zu sich nimmt. Ceylon-Zimt ist für den häufigeren Gebrauch vorzuziehen.

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Mögliche Nebenwirkungen und Risiken von Zimt

Auch wenn Zimt gesund ist, ist es wichtig, sich der potenziellen Nebenwirkungen und Risiken bewusst zu sein.

Zimt enthält Cumarin, eine natürliche Verbindung, die in hohen Dosen Leberschäden verursachen kann. Besonders der Cassia-Zimt weist einen hohen Cumaringehalt auf, was bei übermäßigem Verzehr zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Für bestimmte Bevölkerungsgruppen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen geboten:

  • Schwangere und stillende Frauen sollten den Konsum von Zimt, besonders in hohen Mengen, vermeiden oder mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abklären.
  • Kleinkinder und Personen mit Lebererkrankungen sollten ebenfalls vorsichtig sein und gegebenenfalls ihre Ärztin oder ihren Arzt konsultieren, bevor sie größere Mengen Zimt zu ihrer Ernährung hinzufügen.

Allergische Reaktionen auf Zimt sind zwar selten, können aber bei empfindlichen Personen auftreten. Symptome können Hautausschläge, Juckreiz oder Atembeschwerden umfassen. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion solltest du sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Eine maßvolle Verwendung von Zimt als Gewürz in der Küche gilt im Allgemeinen als sicher. Jedoch ist bei der Verwendung von Zimt als Nahrungsergänzungsmittel oder in therapeutischen Dosen Vorsicht geboten. Es ist ratsam, sich an die empfohlenen Dosierungsrichtlinien zu halten und bei Unsicherheiten oder bestehenden Gesundheitsproblemen ärztlichen Rat einzuholen.

Vorsicht bei der Ernährung von Kindern und Babys

Die Wirkung von Zimt auf Babys und Kinder ist ein wichtiges Thema, insbesondere im Hinblick auf die Cumarinbelastung. Bei einem Kleinkind mit einem Körpergewicht von 15 Kilogramm oder weniger ist die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von Cumarin besonders zu beachten.

Ein Kind mit 15 Kilogramm Körpergewicht sollte nicht mehr als etwa 1,5 Milligramm (mg) Cumarin aufnehmen. Das entspricht maximal einem halben Teelöffel Zimt pro Tag.

Vor allem in der Weihnachtszeit kann es manchmal schwierig sein, diese Werte einzuhalten. Denn in winterlichem Gebäck wie Zimtsternen und Lebkuchen ist häufig Zimt enthalten.

Gut zu wissen: 1,5 mg Cumarin entsprechen etwa 30 Gramm Zimtsternen (ca. 6 kleine Zimtsterne) oder 100 Gramm Lebkuchen.

Eltern sollten also bei der Verwendung von Zimt in der Ernährung ihrer Kinder vorsichtig sein. Insbesondere dann, wenn es sich um den Cassia-Zimt handelt, der viel Cumarin beinhaltet.

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Fazit: So gesund ist Zimt

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Zimt gesund ist, solange du nicht mehrere Gramm täglich isst. In der alternativen Medizin wird er schon lange wegen seiner gesundheitlichen Vorteile geschätzt.

Sei es, um den Blutzucker zu kontrollieren oder den Cholesterinwert zu senken – Zimt ist ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Als Gewürz verleiht er vielen Speisen zudem eine besondere Note.

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