Bauchaortenaneurysma: Früherkennung für Männer ab 65

Ein Bauchaortenaneurysma bleibt oft lange unbemerkt. Beschwerden treten meist erst auf, wenn die Erweiterung der Bauchschlagader schon größer ist oder Komplikationen entstehen. Genau deshalb ist Früherkennung wichtig.

Mit einer einfachen Ultraschall-Untersuchung lässt sich ein Aneurysma im Bauch früh erkennen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kommt ohne Strahlenbelastung aus. Für Männer ab 65 Jahren übernimmt die mkk – meine krankenkasse die Kosten einmalig direkt über die Gesundheitskarte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Bauchaortenaneurysma ist eine Erweiterung der Bauchschlagader. Diese große Schlagader heißt auch Bauchaorta.
  • Für Männer ab 65 Jahren gibt es eine einmalige Früherkennung. Dabei untersucht die Ärztin oder der Arzt die Bauchaorta mit Ultraschall.
  • Die mkk übernimmt die Kosten für diese Untersuchung. Du brauchst keinen Antrag und musst nicht in Vorkasse gehen.
  • Den Bauchaortenaneurysma Ultraschall kannst du in einer geeigneten Hausarztpraxis oder allgemeinmedizinischen Praxis durchführen lassen.

Was ist ein Bauchaortenaneurysma?

Die Bauchaorta ist die große Schlagader im Bauchraum. Sie führt Blut vom Herzen in den unteren Teil des Körpers und versorgt dort wichtige Organe sowie die Beine.

Bei einem Bauchaortenaneurysma ist ein Abschnitt dieser Schlagader erweitert. Man kann sich das wie eine Ausbuchtung in der Gefäßwand vorstellen. Je größer diese Ausbuchtung wird, desto stärker kann die Gefäßwand belastet sein.

Oft verursacht ein Aneurysma im Bauch keine Beschwerden. Viele Menschen wissen deshalb lange nichts davon. Manchmal wird es nur zufällig entdeckt, zum Beispiel bei einer Ultraschall-Untersuchung aus einem anderen Grund.

Gefährlich wird ein Bauchaortenaneurysma vor allem dann, wenn es reißt. Dann kann es zu schweren inneren Blutungen kommen. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Eine frühe Diagnose hilft, dieses Risiko besser einzuschätzen und rechtzeitig zu handeln.

Bauchaortenaneurysma Früherkennung: Für wen ist sie gedacht?

Die Bauchaortenaneurysma Früherkennung richtet sich an Männer ab 65 Jahren. In diesem Alter ist das Risiko höher als bei jüngeren Menschen. Männer sind außerdem deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Aus diesem Grund gehört die einmalige Ultraschall-Untersuchung für gesetzlich versicherte Männer ab 65 Jahren zum Leistungskatalog der Krankenkassen. Auch bei der mkk kannst du diese Leistung nutzen, wenn du die Voraussetzungen erfüllst.

Sinnvoll ist die Untersuchung besonders deshalb, weil ein Bauchaortenaneurysma oft keine Warnzeichen verursacht. Wer Beschwerden abwartet, entdeckt die Erweiterung möglicherweise erst spät. Mit dem Ultraschall lässt sich dagegen früh erkennen, ob die Bauchschlagader unauffällig ist oder kontrolliert werden sollte.

Was passiert beim Bauchaortenaneurysma Ultraschall?

Beim Bauchaortenaneurysma Ultraschall untersucht deine Ärztin oder dein Arzt die Bauchschlagader von außen. Dafür liegst du meist auf dem Rücken. Auf deinen Bauch wird ein Gel aufgetragen, damit der Ultraschallkopf gut über die Haut gleiten kann.

Auf dem Bildschirm sieht die Praxis anschließend deine Bauchaorta. Dabei wird gemessen, wie weit die Schlagader ist. So lässt sich feststellen, ob eine Erweiterung vorliegt.

Schmerzen entstehen dabei nicht. Auch eine Narkose ist nicht nötig. Nach der Untersuchung kannst du in der Regel direkt wieder nach Hause gehen und deinen Alltag normal fortsetzen.

Meist dauert der Bauchaorta Ultraschall nur wenige Minuten. Das Ergebnis bespricht die Ärztin oder der Arzt direkt mit dir oder nach der Auswertung.

Bauchaorta Ultraschall Krankenkasse: Was übernimmt die mkk?

Für Männer ab 65 Jahren übernimmt die mkk die Kosten für den Bauchaorta Ultraschall einmalig. Die Untersuchung gehört in diesem Fall zur gesetzlichen Früherkennung.

Ein Antrag ist dafür nicht nötig. Auch eine Rechnung musst du nicht einreichen. Lege in der Praxis einfach deine mkk-Gesundheitskarte vor. Die Abrechnung erfolgt dann direkt zwischen Praxis und Krankenkasse.

Das macht die Leistung für dich besonders einfach. Du vereinbarst einen Termin, gehst zur Untersuchung und erhältst anschließend dein Ergebnis. Um die Kosten musst du dich nicht kümmern.

Aneurysma Bauch Kostenübernahme: Diese Voraussetzungen gelten

Für die Aneurysma Bauch Kostenübernahme gelten klare Voraussetzungen. Die Leistung ist für Männer vorgesehen, die mindestens 65 Jahre alt sind und bei der mkk versichert sind.

Außerdem kann die Untersuchung nur einmal in Anspruch genommen werden. Hast du die Bauchaortenaneurysma Früherkennung bereits genutzt, ist eine erneute Untersuchung als reguläre Früherkennungsleistung nicht vorgesehen.

Wichtig ist auch, dass die Untersuchung in einer geeigneten ärztlichen Praxis durchgeführt wird. Meist ist deine Hausarztpraxis eine gute erste Anlaufstelle. Frage am besten direkt bei der Terminvereinbarung, ob dort ein Bauchaortenaneurysma Ultraschall angeboten wird.

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Wie nehme ich die Untersuchung in Anspruch?

Der Weg zur Untersuchung ist einfach. Vereinbare einen Termin in deiner Hausarztpraxis oder in einer allgemeinmedizinischen Praxis mit Ultraschallgerät.

Am besten sagst du schon am Telefon, dass du die Früherkennung auf ein Bauchaortenaneurysma nutzen möchtest. So kann die Praxis direkt prüfen, ob sie die Untersuchung anbietet und ob alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Zum Termin nimmst du deine mkk-Gesundheitskarte mit. Mehr brauchst du in der Regel nicht.

Was bedeutet das Ergebnis?

Ist deine Bauchaorta unauffällig, musst du meist nichts weiter tun. Die einmalige Früherkennung ist dann abgeschlossen.

Wird eine Erweiterung festgestellt, hängt das weitere Vorgehen von der Größe des Aneurysmas ab. Kleine Aneurysmen werden häufig zunächst beobachtet. Dafür legt deine Ärztin oder dein Arzt Kontrolltermine fest. So lässt sich erkennen, ob die Ausbuchtung wächst.

Bei größeren Aneurysmen kann eine Behandlung notwendig werden. Manchmal wird eine vorbeugende Operation empfohlen, um einen Riss der Bauchschlagader zu verhindern.

Welche Schritte sinnvoll sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit dir. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören die Größe des Aneurysmas, dein allgemeiner Gesundheitszustand und mögliche weitere Risiken.

Welche Vorteile hat die Früherkennung?

Ein großer Vorteil der Bauchaortenaneurysma Früherkennung ist die frühe Gewissheit. Ohne Beschwerden bleibt ein Aneurysma im Bauch oft unentdeckt. Mit Ultraschall lässt sich dagegen schnell feststellen, ob die Bauchschlagader erweitert ist.

Ein unauffälliges Ergebnis kann beruhigen. Wird ein Aneurysma entdeckt, kann es kontrolliert oder bei Bedarf behandelt werden. Dadurch sinkt das Risiko, dass eine gefährliche Erweiterung erst in einem Notfall auffällt.

Gerade für Männer ab 65 ist diese Untersuchung deshalb eine sinnvolle Vorsorgeleistung. Sie ist einfach, schmerzfrei und für dich mit keinem finanziellen Aufwand verbunden, wenn du bei der mkk versichert bist.

Gibt es auch Nachteile?

Wie jede Früherkennung kann auch diese Untersuchung Nachteile haben. Manchmal wird ein kleines Aneurysma entdeckt, das vielleicht nie Beschwerden verursacht hätte. Ein solcher Befund kann verunsichern.

Hinzu kommt: Nicht jedes Aneurysma entwickelt sich gleich. Manche Erweiterungen bleiben lange stabil. Andere wachsen schneller und müssen enger kontrolliert werden.

Auch mögliche Behandlungen haben Risiken. Deshalb führt ein auffälliger Befund nicht automatisch zu einer Operation. Entscheidend ist immer die ärztliche Einschätzung.

Lass dir dein Ergebnis in Ruhe erklären. Frage nach, wie groß die Erweiterung ist, welche Kontrollen sinnvoll sind und ab wann eine Behandlung infrage kommt.

Was erhöht das Risiko für ein Bauchaortenaneurysma?

Mit dem Alter steigt das Risiko für ein Bauchaortenaneurysma. Besonders häufig sind Männer ab 65 Jahren betroffen.

Ein wichtiger Risikofaktor ist Rauchen. Auch Bluthochdruck kann die Gefäße belasten und das Risiko erhöhen. Gleiches gilt für erhöhte Blutfette oder eine Arterienverkalkung.

Manchmal spielt auch die Familie eine Rolle. Gab es bei nahen Angehörigen bereits ein Aneurysma, solltest du das in deiner Arztpraxis ansprechen.

Nicht alle Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Dein Alter, dein Geschlecht oder eine familiäre Veranlagung lassen sich nicht ändern. Andere Faktoren kannst du aber aktiv angehen.

Wie beuge ich am besten vor?

Am wichtigsten ist ein gefäßgesunder Lebensstil. Verzichte möglichst auf das Rauchen oder lass dich beim Rauchstopp unterstützen. Das entlastet deine Blutgefäße und senkt auch viele andere Gesundheitsrisiken.

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Achte außerdem auf deinen Blutdruck. Lass ihn regelmäßig kontrollieren und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn die Werte zu hoch sind.

Auch Bewegung hilft deinen Gefäßen. Schon regelmäßige Spaziergänge, Radfahren oder leichtes Ausdauertraining können viel bewirken. Dazu passt eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Diese Maßnahmen können ein Bauchaortenaneurysma nicht sicher verhindern. Sie helfen aber, dein Herz-Kreislauf-Risiko zu senken und deine Gefäße zu schützen.

Was ist der Unterschied zwischen Bauchaorta und Aneurysma?

Die Bauchaorta ist ein Blutgefäß. Sie ist die große Schlagader im Bauch.

Ein Aneurysma ist dagegen eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes. Bei einem Bauchaortenaneurysma ist also die Bauchschlagader an einer Stelle erweitert.

Viele Menschen sprechen auch von einem Aneurysma im Bauch. Gemeint ist damit meist ein Bauchaortenaneurysma.

Häufige Fragen zum Bauchaortenaneurysma

Wie hoch ist das Risiko für einen Riss?

Das Risiko für einen Riss hängt vor allem von der Größe des Aneurysmas ab. Entscheidend ist dabei der Durchmesser der Bauchschlagader. Je größer die Erweiterung ist, desto stärker ist die Gefäßwand belastet.

Auch das Wachstum spielt eine Rolle. Deshalb wird ein kleineres Aneurysma der Bauchschlagader oft regelmäßig kontrolliert. So können Ärztinnen und Ärzte erkennen, ob es stabil bleibt oder größer wird.

Ein Riss ist selten, aber lebensbedrohlich. Dann kann Blut in den Bauchraum austreten. Deshalb ist die Früherkennungsuntersuchung der Bauchaorta für Männer ab 65 Jahren so wichtig.

Welche Beschwerden können bei einem Bauchaortenaneurysma auftreten?

Oft bereitet ein Bauchaortenaneurysma lange keine gesundheitlichen Probleme. Viele Menschen bemerken die Erweiterung deshalb nicht.

Beschwerden können auftreten, wenn das Aneurysma größer wird oder auf umliegende Bereiche drückt. Möglich sind zum Beispiel Schmerzen im Bauch oder Schmerzen im Rücken.

Bei einem Riss der Bauchschlagader entstehen meist starke Beschwerden. Dazu können plötzlich starke Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, starkes Schwitzen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und schließlich ein Kreislaufzusammenbruch gehören.

In so einem Fall zählt jede Minute. Rufe sofort den Rettungsdienst.

Wie wird der Durchmesser der Bauchschlagader bestimmt?

Bei der Früherkennungsuntersuchung der Bauchaorta misst die Ärztin oder der Arzt den Durchmesser der Bauchschlagader. Das geschieht mit Ultraschall.

Dafür liegt man auf dem Rücken. Die Ärztin oder der Arzt fährt mit dem Ultraschallkopf über den Bauch und sieht die Bauchaorta auf dem Bildschirm.

Anhand des Durchmessers lässt sich einschätzen, ob die Bauchschlagader normal weit ist oder ob ein Aneurysma vorliegt. Auch bei späteren Kontrollen ist dieser Wert wichtig. So erkennt die Praxis, ob sich das Aneurysma verändert.

Warum richtet sich die Früherkennung an Männer zwischen 65 und 75 Jahren?

Das gesetzliche Screening richtet sich an Männer ab 65 Jahren, weil Bauchaortenaneurysmen bei ihnen deutlich häufiger vorkommen als bei Frauen. Besonders betrachtet wird oft die Altersgruppe zwischen 65 und 75 Jahren.

Bei Frauen ist ein Aneurysma im Bauch seltener. Deshalb gibt es für sie keine allgemeine Früherkennung als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Auch von 100 Frauen sind deutlich weniger betroffen als von 100 Männern im gleichen Alter.

Trotzdem können auch Frauen ein Bauchaortenaneurysma bekommen. Bei Beschwerden, familiärer Vorbelastung oder bestimmten Risiken sollten sie ärztlich abklären lassen, ob eine Untersuchung sinnvoll ist.

Wann ist ein operativer Eingriff nötig?

Ein operativer Eingriff kommt vor allem dann infrage, wenn das Risiko für einen Riss steigt. Das kann bei einem größeren Aneurysma der Fall sein oder wenn es schnell wächst.

Es gibt verschiedene Verfahren. Bei einer offenen Operation wird der betroffene Abschnitt der Bauchschlagader ersetzt. Bei einem endovaskulären Eingriff wird eine Gefäßstütze über die Blutgefäße eingesetzt. Diese Methode ist oft weniger belastend als eine offene Operation.

Welche Behandlung geeignet ist, entscheiden Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit der betroffenen Person. Dabei zählen der Durchmesser des Aneurysmas, der allgemeine Gesundheitszustand und mögliche weitere Erkrankungen.

Können genetische Erkrankungen das Risiko erhöhen?

Ja. In seltenen Fällen können genetisch bedingte Erkrankungen des Bindegewebes das Risiko für ein Aneurysma erhöhen. Dabei kann die Gefäßwand schwächer sein als gewöhnlich.

Auch eine familiäre Häufung kann wichtig sein. Wenn nahe Angehörige ein Aneurysma hatten, solltest du das in deiner Arztpraxis ansprechen.

Die gesetzliche Früherkennung richtet sich zwar an Männer ab 65 Jahren. Bei besonderen Risiken kann eine ärztliche Beratung aber auch unabhängig davon sinnvoll sein.

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