Chronische Erschöpfung: Fimo Health App

Du fühlst dich ständig erschöpft und müde als Folge einer Long-Covid- oder ME/CFS-Erkrankung? Mit Hilfe der Fimo-App lernst du, Symptome und Zusammenhänge besser zu verstehen und du kannst somit deine Lebensqualität steigern. Die mkk – meine krankenkasse übernimmt die Kosten für die App für sechs Monate.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fimo Health App unterstützt dich bei Long COVID und ME/CFS.
  • Die mkk übernimmt die Kosten für sechs Monate.
  • Du kannst Beschwerden, Aktivitäten, Medikamente und Einflussfaktoren dokumentieren.
  • Die App bietet dir Kurse, Übungen, Tipps und ein Tagebuch.
  • Du kannst deine Daten bei Bedarf mit deiner Ärztin oder deinem Arzt teilen.
  • Voraussetzung ist eine Diagnose Long COVID oder ME/CFS.
  • Du lädst die App herunter, registrierst dich und gibst deine mkk-Krankenversichertennummer ein.

Fimo Health App Kosten: Was übernimmt die mkk?

Die Fimo Health App ist ein digitales Angebot für Menschen mit Long COVID oder ME/CFS. Wenn du bei der mkk versichert bist und eine entsprechende Diagnose hast, übernehmen wir die Kosten für sechs Monate.

Du nutzt die App in diesem Zeitraum im vollen Umfang. Für dich entstehen dafür keine zusätzlichen Kosten.

Nach der Registrierung prüft die App deine Angaben über deine mkk-Krankenversichertennummer. Danach kannst du direkt starten.

So erhältst du die Leistung

Du brauchst keine vorherige Genehmigung per Antrag. Die Nutzung läuft direkt über die Fimo Health App.

So funktioniert es:

  1. App herunterladen: Lade die Fimo Health App im App Store oder im Google Play Store herunter.
  2. Registrieren: Erstelle dein Benutzerkonto in der App.
  3. Diagnose auswählen: Wähle Long COVID oder ME/CFS aus.
  4. Versichertennummer eingeben: Gib deine mkk-Krankenversichertennummer ein.
  5. App nutzen: Nach der Prüfung kannst du die Fimo Health App für sechs Monate im vollen Umfang nutzen.

Was bietet dir die Fimo Health App?

Die Fimo Health App verbindet Wissen, Tagebuchfunktion und praktische Unterstützung. Sie ist darauf ausgelegt, Beschwerden bei Long COVID und ME/CFS besser zu erfassen und den Krankheitsverlauf im Blick zu behalten.

Diese Funktionen stehen dir zur Verfügung:

  • Kurs: Du erhältst Informationen und Übungen rund um den Umgang mit deiner Erkrankung. Themen sind zum Beispiel Achtsamkeit, Bewegung, Ernährung und der Austausch mit Familie, Freundeskreis oder Arbeitgeber.
  • Tagebuch: Du hältst Beschwerden, Aktivitäten und mögliche Einflussfaktoren fest. So entsteht ein genaueres Bild deines Alltags mit chronischer Erschöpfung.
  • Medikamente: Die App erinnert dich auf Wunsch an die Einnahme deiner Medikamente.
  • Übungen und Spiele: Du findest Übungen für Konzentration und Leistungsfähigkeit.
  • Daten teilen: Du kannst deine dokumentierten Daten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Das erleichtert Gespräche über Verlauf, Beschwerden und nächste Schritte.
  • Tipps für den Alltag: Die App gibt dir praktische Hinweise für den Umgang mit Erschöpfung, Pausen und Belastung.

Für wen ist die Fimo Health App geeignet?

Die Fimo Health App richtet sich an Versicherte mit Long COVID oder ME/CFS. Besonders hilfreich ist sie, wenn Beschwerden schwanken oder nach Belastung deutlich stärker werden.

Sie unterstützt dich zum Beispiel, wenn du:

  • deine Beschwerden regelmäßig festhalten möchtest
  • Veränderungen im Krankheitsverlauf besser nachvollziehen willst
  • Arztgespräche gezielter vorbereiten möchtest
  • einen Überblick über Medikamente, Aktivitäten und Symptome brauchst
  • praktische Impulse für den Alltag mit chronischer Fatigue suchst

Die App ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie ergänzt deine Versorgung und hilft dir, deine Beschwerden strukturierter zu erfassen.

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Chronische Erschöpfung: Was bedeutet das eigentlich?

Chronische Erschöpfung ist nicht dasselbe wie normale Müdigkeit. Sie beschreibt einen anhaltenden Zustand starker körperlicher und geistiger Erschöpfung. Ruhe oder Schlaf reichen oft nicht aus, damit sich Betroffene wieder erholt fühlen.

Bei Long COVID oder ME/CFS sinkt die Belastbarkeit deutlich. Dinge, die früher selbstverständlich waren, werden plötzlich anstrengend: duschen, einkaufen, arbeiten, telefonieren oder Besuch empfangen.

Chronische Erschöpfung kann viele Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem chronische Krankheiten, Infektionen, Schlafstörungen, Mangelzustände, hormonelle Veränderungen oder psychische Erkrankungen. Deshalb ist die Diagnose oft schwierig. Ärztinnen und Ärzte müssen prüfen, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt.

Chronische Erschöpfung Symptome: Welche Beschwerden treten auf?

Chronische Erschöpfung Symptome sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Betroffene spüren vor allem körperliche Schwäche. Andere kämpfen stärker mit Konzentrationsproblemen, Kreislaufbeschwerden oder Reizempfindlichkeit.

Häufige Beschwerden sind:

  • starke Erschöpfung, die sich durch Ruhe kaum bessert
  • deutlich geringere Belastbarkeit
  • nicht erholsamer Schlaf
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Schwindel, Herzrasen oder andere Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • grippeähnliche Symptome
  • starke Reaktion auf Licht, Geräusche oder viele Eindrücke
  • Verschlechterung der Beschwerden nach Belastung

Viele dieser Beschwerden treten auch bei anderen Erkrankungen auf. Deshalb reichen einzelne Symptome nicht für eine sichere Diagnose aus.

ME/CFS, Chronic Fatigue Syndrome und Chronisches Fatigue-Syndrom CFS

ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom. International ist auch der Begriff Chronic Fatigue Syndrome verbreitet. Im Deutschen wird häufig von Chronischem Fatigue-Syndrom CFS gesprochen.

ME/CFS ist eine komplexe chronische Erkrankung. Sie tritt häufig nach Infektionen auf. Auch das Epstein-Barr-Virus wird als möglicher Auslöser diskutiert. Betroffene sind nicht einfach müde, sondern krankhaft erschöpft und deutlich weniger belastbar.

Typisch ist, dass die Beschwerden mindestens sechs Monate bestehen und den Alltag stark beeinträchtigen. In schweren Fällen sind Menschen mit ME/CFS ans Haus gebunden oder pflegebedürftig.

Das Institute of Medicine hat 2015 Diagnosekriterien für ME/CFS veröffentlicht und dafür den Begriff Systemic Exertion Intolerance Disease vorgeschlagen. Er betont, dass Betroffene Anstrengung oft nicht mehr vertragen. Die Bezeichnung hat sich jedoch nicht überall durchgesetzt. Viele Fachstellen, darunter die Centers for Disease Control and Prevention, verwenden weiterhin ME/CFS.

Post-Exertionelle Malaise: Wenn Belastung die Symptome verschlimmert

Ein zentrales Merkmal von ME/CFS ist die Post-Exertionelle Malaise, kurz PEM. Gemeint ist eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung.

PEM tritt zum Beispiel nach einem Spaziergang, einem Arzttermin, Hausarbeit, Bildschirmarbeit oder einem längeren Gespräch auf. Die Verschlechterung beginnt oft verzögert. Manchmal zeigt sie sich erst Stunden später oder am nächsten Tag.

Betroffene beschreiben diesen Zustand häufig als Crash. Die Erholung dauert oft lange. Genau deshalb ist es wichtig, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Zu viel Aktivität hilft bei PEM nicht weiter, sondern verstärkt die Beschwerden.

Chronische Erschöpfung: Was tun?

Wenn du über längere Zeit stark erschöpft bist, lass die Beschwerden ärztlich abklären. Chronische Erschöpfung hat viele mögliche Ursachen. Eine gute Diagnostik hilft, andere Erkrankungen zu erkennen oder auszuschließen.

Sprich mit deiner Hausarztpraxis und beschreibe möglichst konkret:

  • seit wann die Beschwerden bestehen
  • wie stark sie deinen Alltag einschränken
  • ob sich die Symptome nach Belastung verschlechtern
  • ob dein Schlaf erholsam ist
  • welche weiteren Beschwerden auftreten
  • welche Medikamente du einnimmst
  • ob Infektionen oder andere Erkrankungen vorausgingen

Bei Verdacht auf ME/CFS ist besonders wichtig, nach Post-Exertioneller Malaise zu fragen. Sie unterscheidet ME/CFS von vielen anderen Ursachen chronischer Erschöpfung.

Chronische Fatigue im Alltag

Chronische Fatigue verändert oft den Tagesablauf. Manche Betroffene müssen Pausen fester einplanen. Andere reduzieren Termine, Arbeit, Sport oder soziale Aktivitäten. Das ist nicht immer leicht, aber häufig notwendig.

Hilfreich ist, vorsichtig mit seiner Energie umzugehen. Viele Betroffene nutzen dafür Pacing. Dabei geht es darum, Belastung und Erholung so einzuteilen, dass es möglichst nicht zur Überlastung kommt. Wer von Post-Exertioneller Malaise betroffen ist, sollte seine Aktivität nicht einfach steigern, sondern nur in kleinen Schritten.

Auch erholsamer Schlaf spielt eine wichtige Rolle. Bei ME/CFS fühlen sich viele Menschen trotz langer Schlafdauer nicht erholt. Das sollte in der ärztlichen Abklärung angesprochen werden.

Chronische Erschöpfung ist keine Einbildung

Menschen mit chronischer Erschöpfung hören oft gut gemeinte, aber wenig hilfreiche Ratschläge. „Schlaf dich mal aus“ oder „mach wieder mehr Sport“ passt nicht zu Erkrankungen wie ME/CFS.

Gleichzeitig können chronische Beschwerden auch psychisch belasten. Wer dauerhaft erschöpft ist, Termine absagen muss oder nicht mehr wie früher am Leben teilnimmt, erlebt oft Frust, Sorgen oder Traurigkeit. Das macht die Beschwerden aber nicht automatisch zu einer psychischen Erkrankung.

Wichtig ist ein ernsthafter Blick auf Körper und Psyche. Eine gründliche Diagnostik, ein vorsichtiger Umgang mit Belastung und passende Unterstützung helfen, den Alltag besser zu bewältigen.

Wir unterstützen dich mit der Fimo Health App

Mit der Fimo Health App bekommst du bei Long COVID oder ME/CFS einen digitalen Begleiter für sechs Monate. Du dokumentierst Beschwerden, erhältst Informationen und kannst deinen Verlauf besser nachvollziehen.

Die mkk übernimmt die Kosten, wenn du eine Diagnose Long COVID oder ME/CFS hast. Lade die App herunter, registriere dich und gib deine mkk-Krankenversichertennummer ein. Danach nutzt du die Fimo Health App im vollen Umfang.

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