Alle wichtigen Infos zur elektronischen Patientenakte

Blutanalysen, Röntgenbilder, Impfstatus – jeder medizinische Befund wurde bislang ausgedruckt und landete in einer Akte beim Arzt. Mit der elektronischen Patientenakte – kurz ePA – gehört dies der Vergangenheit an: Patienten und Patientinnen können ihre Befunde elektronisch einsammeln und zentral in der ePA ablegen, wie in einem Tresor. Wie sie funktioniert und wer Zutritt dazu hat, erfährst du hier.

Was ist die ePA?

Die ePA ist ein digitaler Ordner, in dem Befunde, Diagnosen, Behandlungsberichte, Medikationspläne und Therapiemaßnahmen an einem zentralen Ort gesammelt werden. Alle Daten werden auf einem sicheren Server gespeichert, der in Deutschland steht.

Mit deinem Smartphone kannst du dir die offizielle ePA-App deiner mkk herunterladen. Die ePA-App gibt es sowohl für iPhones als auch für Geräte mit dem Android-Betriebssystem. Dein Smartphone sollte nicht allzu alt sein, da die ePA-App aus Sicherheitsgründen sonst nicht installiert werden kann.

Damit du die App nutzen kannst und Zugriff auf deine ePA erhältst, ist zunächst eine mehrstufige Erstregistrierung erforderlich. Dies dient dem Schutz deiner Gesundheitsdaten und verhindert einen Zugriff durch nicht berechtigte Personen. Die ePA-App findest du im Apple Store und im Google-PlayStore.

ePA - einfach erklärt

Schau dir das Video an, um weitere Informationen zu erhalten.

Wer hat Zugriff auf meine ePA?

Du entscheidest selbst, welche Daten in deiner ePA gespeichert und welche wieder gelöscht werden. Zudem kannst du selbst entscheiden und einrichten, welche Ärztin bzw. Arzt oder auch andere Leistungserbringenden Zugriff auf deine ePA bekommen und damit Dokumente einstellen oder lesen können. Die Zugriffe kannst du zeitlich einschränken und für jeden Arzt individuell konfigurieren. Es liegt alles in deiner Hand.

Kannst du deine ePA nicht selbst pflegen oder benötigst Unterstützung dabei? Dann kannst du bis zu fünf Personen (zum Beispiel Angehörige oder Freunde) als Stellvertreterinnen und Stellvertreter einrichten, die sich dann um das Einstellen von Dokumenten kümmern oder Berechtigungen vergeben bzw. diese auch wieder entziehen. Die Vertreterin oder der Vertreter benötigt hierfür jedoch eine eigene ePA. Diese kann auch bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse bestehen.

Wer befüllt die ePA ?

Befüllt werden kann deine ePA von dir und von:

  • Ärztinnen und Ärzten
  • Zahnärztinnen und Zahnärzten
  • Apothekerinnen und Apothekern
  • Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
  • Krankenhäuser
  • Pflegepersonal
  • Hebammen & Entbindungshelfer
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
  • Öffentlicher Gesundheitsdienst
  • Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner
  • Reha-Kliniken

Deine mkk stellt dir jährlich eine allgemeine Leistungsübersicht in deine ePA ein. Diese umfasst unter anderem deine Arztbesuche oder auch die von deinen Ärztinnen und Ärzten verordneten Heil- und Arzneimittel.

Wer hat Zugriff auf meine Daten in der ePA?

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Welche Vorteile bringt die ePA ?

  • Wichtige Daten stehen (im Notfall) schneller zur Verfügung

  • Stringente Dokumentation der Krankengeschichte: Durch das geteilte Wissen unter den Ärztinnen und Ärzten wird die Versorgung verbessert.

  • Doppeluntersuchungen werden vermieden

  • Der Zugriff ist von überall möglich, zum Beispiel während des Urlaubs

  • Du hast die Kontrolle über deine Gesundheitsdaten

Wie bekomme ich meine ePA?

Gute Nachricht: Deine elektronische Patientenakte (ePA) wurde bereits automatisch für dich angelegt. Du musst sie also nicht beantragen. Um deine ePA aktiv selbst nutzen und verwalten zu können, brauchst du die App „mkk – Meine ePA" auf deinem Smartphone.

Gut vorab zu wissen:

  • Du hast bereits eine PIN zur eGK? Dann kannst du direkt bei Schritt 4 einsteigen und deine ePA in der App sofort freischalten. Eine erneute Identifikation ist nicht nötig.
  • Du möchtest die ePA nicht nutzen? Kein Problem. Du kannst der Einrichtung jederzeit widersprechen (Opt-out) bzw. eine bereits angelegte ePA löschen.

So richtest du deine ePA in wenigen Schritten ein

  1. Lade dir die App „mkk – Meine ePA" herunter: Öffne den App Store (iPhone) oder Google Play Store (Android) und suche nach „mkk – Meine ePA". Installiere die App und öffne sie.
  2. Starte die Registrierung in der App: Die App führt dich Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess. Dabei wählst du aus, wie du dich identifizieren möchtest.
  3. Identifiziere dich und erhalte automatisch deine PIN zur eGK: Für die sichere Nutzung der ePA musst du dich identifizieren. Wähle in der App einen der folgenden Wege:
    • PostIdent-Verfahren - Identifikation in einer Postfiliale
    • Online-Ausweisfunktion (e-Ident) - Identifikation direkt mit deinem Personalausweis über dein Smartphone mittels PIN (eID) oder ePass-Verfahren.
    • Persönlicher Besuch im mkk ServiceCenter - Bring bitte deinen Personalausweis und deine eGK mit. Buche vorab einen Wunschtermin. Du erhältst hier direkt vor Ort deinen Aktivierungscode, mit dem du die App freischalten kannst.
  4. Schalte deine ePA frei: Sobald du dich erfolgreich identifiziert hast, kannst du die ePA in der App nutzen. Folge dazu den Anweisungen in der ePA-App.
  5. Fertig! Deine ePA ist einsatzbereit: Du kannst jetzt alle Funktionen deiner ePA vollumfänglich nutzen und deine Gesundheitsdaten selbst verwalten.

Wichtig: Nach erfolgreicher Identifikation erhältst du innerhalb der nächsten Wochen automatisch deine PIN zur eGK. Du musst dich nicht separat darum kümmern.

Du hast Fragen zur ePA?

Viele Antworten rund um die elektronische Patientenakte findest du bereits auf unserer Seite mit Fragen und Antworten (FAQ). Dort haben wir die wichtigsten Informationen, Anleitungen und häufigen Anliegen übersichtlich für dich zusammengestellt.

Solltest du darüber hinaus noch Fragen haben, erreichst du uns von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) unter 030 54445775 oder per E-Mail an epa.support(at)meine-krankenkasse.de.

Weiterführende Informationen zur ePA

Falls du noch mehr über die ePA erfahren willst, lade das Informationsblatt herunter. Aber bitte beachte: Hierbei handelt es sich um ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, bei dem wir verpflichtet sind, es in seiner originalen Fassung zur Verfügung zu stellen. Einige Formulierungen können daher komplizierter sein, als du es von uns gewohnt bist.

Zusätzlich bieten wir dir ein Dokument, in dem die wichtigsten Informationen zur ePA in leichter Sprache zusammengefasst sind.

Eine glückliche Frau, die auf ihrem Handy schreibt, während sie auf dem Sofa sitzt

Fragen und Antworten zur elektronischen Patientenakte

Wie melde ich mich in der ePA-App an? Wie lege ich ein Benutzerkonto an? Wie bekomme ich eine Gesundheits-ID? Wie kann ich Berechtigungen vergeben oder Stellvertretungen einrichten? Im Zusammenhang mit der ePA stellen sich viele Fragen im Gebrauch der App. Diese möchten wir dir auf dieser Seite beantworten.

Junger Mann schaut auf sein Handy und hält seine Gesundheitskarte in der Hand

Vertreterregelung in der elektronischen Patientenakte

In der elektronischen Patientenakte (ePA) kannst du Vertreterinnen und Vertreter festlegen. Erfahre hier, wie es funktioniert.

Mann mit Laptop, während er auf dem Wohnzimmerboden sitzt

Datenschutzerklärung

Die folgende Erklärung ergänzt die allgemeine Datenschutzerklärung der Website www.meine-krankenkasse.de. Sie bezieht sich konkret auf die elektronische Patientenakte (ePA) der mkk – meine krankenkasse (mkk). Diese können Kundinnen und Kunden der mkk nach einer gesonderten Registrierung nutzen. Es gilt die allgemeine Datenschutzerklärung, soweit in dieser Datenschutzerklärung keine abweichenden Regelungen getroffen werden.

Junge Frau liegt auf ihrer Couch, während sie ihr mobiles Smartphone benutzt

Die GesundheitsID vereinfacht die digitale Gesundheitsversorgung

Seit dem 1. Januar 2024 stellt dir die mkk – meine krankenkasse auf Wunsch eine digitale Identität für das Gesundheitswesen in Form einer sogenannten GesundheitsID zur Verfügung. Die GesundheitsID erleichtert dir den Zugang zur elektronischen Patientenakte (ePA) und zur E-Rezept-App.

Porträt eines Mannes, der in einer Apotheke arbeitet

Einfach, sicher, schnell – das elektronische Rezept erklärt

Das E-Rezept ist in der Arztpraxis angekommen. Medikamente erhältst du ab sofort auf digitalem Weg. Erfahre mehr über die Vorteile.

Junger Mann benutzt Handy und steht neben seinem Fahrrad draußen.

Dein Notfalldatensatz – schnelle Hilfe in Notsituationen

In medizinischen Notlagen ist schnelle Hilfe lebensnotwendig. Gut, wenn die persönlichen Gesundheitsdaten dann rasch zu Hand sind. Die elektronische Gesundheitskarte, kurz eGK, ist der ideale Ort, auf dem sie gespeichert werden. Ärzte und Ärztinnen können die Daten des sogenannten Notfalldatensatzes (NFD) direkt aus der eGK auslesen. Das sind Informationen etwa zu Diagnosen und Allergien oder auch Kontaktdaten von Angehörigen.

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