Schmerztherapie
Bei der Schmerztherapie geht es darum, den Menschen Lebensqualität zurückzugeben. Für viele Patienten ist Schmerzfreiheit nicht mehr erreichbar. Sie lernen mit dem Schmerz zu leben. Da hinter Schmerzen oft auch seelische Komponenten stecken, setzt die Therapie an verschiedenen Ansatzpunkten an.
Seit Jahren bohrt es im Rücken, jeden Tag brummt der Kopf. Der Schmerz hat sich tief in den Körper eingegraben und festgefressen. Bei vielen Patientinnen und Patienten hat sich die Persönlichkeit verändert, denn chronische Schmerzen wirken wie Folter. Schmerzfreiheit ist für die meisten nicht erreichbar. Es geht darum, dass der Schmerz nicht mehr ihr Leben bestimmt.
Das klappt zunächst am besten mit Medikamenten – Opiaten oder Cannabis zum Beispiel. Welches Mittel in welcher Dosierung hilft, das müssen die Patienten zuerst lernen.
Schmerzmediziner arbeiteten häufig mit der sogenannten multimodalen Therapie, einem individuell abgestimmten Therapieplan, bei dem verschiedene Ansätze kombiniert werden. Ziel ist es, ein individuelles, auf die Beschwerden abgestimmtes Vorgehen festzulegen. Die nicht-medikamentösen Therapien sollen den Patienten vor allem dabei helfen, ihren Alltag zu bewältigen. Hinter chronischen Schmerzen stecken körperliche, aber oft auch seelische Komponenten.
Elemente der multimodalen Behandlung
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Medikamente
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Bewegungstherapie wie Physiotherapie oder Krankengymnastik
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Sport- und Ergotherapie
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Massagen
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Wärme- oder Kälteanwendungen
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Entspannungstechniken wie autogenes Training
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Patientenseminare
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Musik- und Kunsttherapie
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Anthroposophische Therapieansätze wie Wickel oder Bäder
Auch osteopathische Behandlungen können bei bestimmten Beschwerden ergänzend infrage kommen. Informiere dich, wie die mkk als Krankenkasse Osteopathie bezuschusst und welche Voraussetzungen für die Erstattung gelten.
Dauerhafter Stress am Arbeitsplatz, Überforderung zum Beispiel bei der Pflege von kranken Angehörigen, Trauer oder auch Einsamkeit können zur Entstehung chronischer Schmerzen beitragen.
Freude am Leben wiederfinden
Wenn du unter chronischen Schmerzen leidest, besprich dies zuallererst mit deinem Hausarzt. Viele Allgemeinmediziner sind in der Schmerzmedizin gut aus- und weitergebildet und überweisen bei Bedarf an Schmerzmediziner. Auch die Krankenkassen beraten ihre Versicherten.
Allgemein gilt: Je früher du Hilfe holst, desto besser. Vielen Patienten hilft es auch, sich mit anderen in Selbsthilfegruppen auszutauschen. Und vielen gelingt es trotz chronischer Schmerzen wieder zu einem lebenswerten Leben zurückzufinden – mit Hobbys, mit Zeit für Familie und Freunde.
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