Ist Muskatnuss wirklich tödlich?
Die Muskatnuss verfeinert nicht nur so manche Speise, sondern tut auch deiner Gesundheit gut. Sie ist übrigens gar keine echte Nuss, sondern ein Samen, und stammt ursprünglich aus Indonesien. Als Heilmittel hilft Muskat zum Beispiel bei Stress und Schlafmangel. Auch in deiner Küche kann das Gewürz wahre Magie vollbringen.
Anwendung im Ayurveda
In der Nuss stecken Eisen, Magnesium, Zink sowie die Vitamine A und C. Im Ayurveda wird Muskat zur Beruhigung deines Magens und deines Darms eingesetzt. In warmer Milch aufgelöst, kann das Gewürz beruhigend und entspannend wirken und dir zu einem angenehmen Schlaf verhelfen. Auch aphrodisierende und potenzsteigernde Eigenschaften werden ihm zugeschrieben.
Bewusst dosieren und mit Vorsicht genießen
Muskat zählt zu den intensivsten Gewürzen überhaupt. Schon ein Hauch zu viel kann das Gericht seifig schmecken lassen. Am aromatischsten und intensivsten ist der Geschmack, wenn die Nuss frisch gerieben wird. Achte beim Kauf auf Bioqualität. Ganze Muskatnüsse halten sich drei bis vier Jahre fast ohne Aroma einzubüßen. Geriebener Muskat hat eine deutlich kürzere Haltbarkeit.
Gib Muskat am besten erst zum Schluss hinzu, damit die feinen Aromastoffe erhalten bleiben. Das Gewürz passt sowohl zu süßen als auch zu herzhaften Gerichten: Spinat, Kartoffel- und Eiergerichte, Kohl, Milchreis, Grießbrei, Apfelkuchen, Weihnachtsgebäck oder auch eine heiße Schokolade, Glühwein oder Punsch vertragen sehr gut das würzig-warme Aroma.
Muskatnuss kann tödlich sein
Muskat solltest du mit Bedacht essen. Das Gewürz enthält nämlich den berauschenden Wirkstoff Myristicin. Bei einer Überdosierung (ab einer Menge von fünf Gramm = ein bis zwei Nüsse) kann es daher zu Übelkeit mit Erbrechen kommen oder gar einer Vergiftung. Ab drei ganzen Muskatnüssen kann das Gewürz für Erwachsene lebensgefährlich werden, für Kinder bereits ab zwei Nüssen.
Muskatöl auf der Haut: lieber nicht unverdünnt anwenden
Ätherisches Muskatöl wird teilweise in Massageölen und anderen äußerlich angewendeten Produkten eingesetzt. Ob Muskatöl allein Muskelkater oder Verspannungen wirksam lindert, ist wissenschaftlich bislang nicht ausreichend belegt.
Ätherische Öle sind hoch konzentriert und können die Haut reizen. Trage Muskatöl deshalb nicht einfach unverdünnt auf die Haut auf. Wenn du ein Produkt mit ätherischem Muskatöl verwenden möchtest, achte darauf, dass es ausdrücklich für die Anwendung auf der Haut vorgesehen ist, und halte dich an die Angaben zur Anwendung und Dosierung.
Bei starken oder länger anhaltenden Muskel- oder Gelenkschmerzen solltest du die Ursache medizinisch abklären lassen.
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