Was ist HYROX? Der Fitness-Trend einfach erklärt
Laufen, Gewichte heben, durchatmen und weitermachen: HYROX fordert Ausdauer und Kraft zugleich. Doch wie läuft ein Wettkampf ab und kannst du auch als Anfängerin oder Anfänger einsteigen? Hier erfährst du, was hinter HYROX steckt und worauf es bei der Trendsportart ankommt.
Inhaltsverzeichnis
Vielleicht hast du HYROX schon auf dem Kursplan in deinem Fitnessstudio, auf Social Media oder im Freundeskreis entdeckt. Der Fitness-Trend wird immer beliebter: In der Saison 2025/2026 nahmen weltweit mehr als 1,4 Millionen Menschen an HYROX-Wettkämpfen teil.
- Aber was macht den Reiz von HYROX also aus?
- Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für diese Herausforderung?
- Und was solltest du über die Sportart wissen, bevor du selbst loslegst?
Die mkk – meine krankenkasse gibt dir einen Überblick und zeigt dir, worauf es beim Einstieg ankommt.
Was ist HYROX?
HYROX ist eine Fitnesssportart, die es noch gar nicht so lange gibt. Das Wettkampfformat startete 2017 in Deutschland und wurde von dem Sportveranstalter Christian Toetzke gemeinsam mit dem Hockey-Olympiamedaillengewinner Moritz Fürste und dem Marketingexperten Michael Trautmann entwickelt.
Das Prinzip ist einfach: HYROX verbindet Laufen mit Kraft- und Ausdauerübungen. Du läufst einen Kilometer, absolvierst danach eine Workout-Station und wiederholst diesen Ablauf insgesamt achtmal.
Am Ende hast du acht Kilometer Laufstrecke und acht verschiedene Übungen geschafft. Der Ablauf ist bei jedem HYROX-Rennen gleich.
Dabei reicht es aber nicht, nur schnell zu laufen oder viel Kraft zu haben. Du musst deine Energie über den gesamten Wettkampf gut einteilen. Genau diese Mischung aus Ausdauer, Kraft, Technik und Taktik macht für viele den Reiz von HYROX aus.
HYROX-Disziplinen: Welche Übungen gibt es?
Die acht Übungen beim HYROX fordern unterschiedliche Bereiche des Körpers:
| Strecke | Name der Übung | Erklärung | Forderung des Körpers |
|---|---|---|---|
| 1000 m | SkiErg | Gerät, das Skilanglauf simuliert – man zieht an zwei Seilen, wie wenn man zwei Ski-Stöcke nutzt. | Ausdauer und Oberkörper |
| 50 m | Sled Push | Schlitten mit Gewichten wird geschoben | Bein- und Ganzkörperkraft |
| 50 m | Sled Pull | Schlitten mit Gewichten wird mit einem Seil gezogen | Zugkraft und Rumpf |
| 80 m | Burpee Broad Jumps | Burpees mit anschließendem Sprung nach vorne | Kraftausdauer und Koordination |
| 1000 m | Rudern | Rudern an einem Rudergerät | Ausdauer und Ganzkörperarbeit |
| 200 m | Farmer’s Carry | Schwere Gewichte in beiden Händen tragen und damit laufen | Griffkraft und Rumpfstabilität |
| 100 m | Sandbag Lunges | Ausfallschritte mit einem Sandsack | Bein- und Rumpfkraft |
| 100 m | Wall Balls | Kniebeugen und danach einen schweren Ball hoch gegen eine Wand werfen | Beinkraft, Koordination und Ausdauer |
Welche Gewichte bei den Übungen verwendet werden, hängt von der gewählten Kategorie ab:
- Open: Einzelstart mit leichteren Gewichten
- Pro: Einzelstart mit höheren Gewichten
- Doubles: Start zu zweit, die Stationen werden geteilt
- Relay: Start als vierköpfiges Team
In den offiziellen HYROX-Wettkampfregeln findest du die genauen Vorgaben zu den Kategorien und Gewichten.
Tipps für den Einstieg ins HYROX-Training
Du möchtest HYROX ausprobieren? Auch als Anfängerin oder Anfänger kannst du damit starten. Du musst nicht sofort für einen Wettkampf trainieren.
Für den Anfang reicht es, wenn du dich langsam an die verschiedenen Übungen und Belastungen gewöhnst. Diese Empfehlungen zeigen, wie du bei deinem Training Ausdauer- und Krafttraining miteinander verbinden kannst:
Starte langsam
Wenn du bisher wenig Erfahrung hast, beginne mit einfachen Übungen und kurzen Einheiten. Geeignet sind zum Beispiel:
- Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, etwa Kniebeugen und Ausfallschritte
- kurze Laufeinheiten (zum Beispiel 10 bis 15 Minuten Joggen – vor oder nach den Kraftübungen)
- lockeres Rudern am Rudergerät (zum Beispiel 3 bis 5 Minuten – vor und nach den Kraftübungen)
- Kraftübungen mit leichten Gewichten
Steigere dein Training Schritt für Schritt. So hat dein Körper Zeit, sich an die neue Belastung zu gewöhnen. Du musst nicht gleichzeitig mehr Gewicht bewegen, länger oder öfter laufen und schneller werden.
Als Vorbereitung kannst du zum Beispiel auch mit Kraftsport zu Hause anfangen.
Lerne die Übungen richtig
Bei HYROX kommt es nicht nur darauf an, wie viel Gewicht du bewegst. Auch die richtige Ausführung ist wichtig.
Lass dir die Übungen deshalb am besten von einer Trainerin oder einem Trainer zeigen. So lernst du die Bewegungen von Anfang an sauber und kannst die Belastung an dein aktuelles Niveau anpassen.
Das hilft dir dabei, Überlastungsbeschwerden und Verletzungen vorzubeugen.
Wärme dich vor dem Training auf
Vor einer HYROX-Einheit solltest du deinen Körper auf die Belastung vorbereiten. Plane dafür insgesamt etwa 10 Minuten ein.
Du kannst zum Beispiel:
- locker gehen oder laufen
- Fahrrad fahren
- auf dem Rudergerät beginnen
- die Kraftübungen mit weniger oder ohne Gewicht ausüben
Plane Pausen zur Erholung ein
Auch Erholung gehört zum Training. Wenn du mehrmals pro Woche trainierst, muss nicht jede Einheit anstrengend sein.
Zwischen anspruchsvolleren Einheiten sind leichtere Trainingstage oder Pausen wichtig. So gibst du deinem Körper Zeit, sich zu erholen und sich an die neue Belastung anzupassen.
Ungewohnte oder anhaltende Schmerzen solltest du nicht ignorieren, sondern immer medizinisch abklären.
Wie lange dauert ein HYROX-Wettkampf?
Wie lange du für einen HYROX brauchst, hängt unter anderem von deinem Trainingsstand, deiner Erfahrung und der gewählten Kategorie ab. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer brauchen für die Übungen insgesamt mehr als eine Stunde.
Was kostet HYROX?
Wenn du HYROX ausprobieren möchtest, solltest du neben der Trainingszeit auch die Kosten für den Wettkampf einplanen. Die Startgebühr kann je nach Veranstaltung, Startklasse und Buchungszeitpunkt unterschiedlich ausfallen. Meistens liegt sie etwa zwischen 70 und 140 Euro.
Für das Training selbst brauchst du aber nicht sofort spezielle Ausstattung. Schau zuerst, welche Trainingsmöglichkeiten du bereits hast. Du wirst merken: Viele HYROX-Übungen kannst du ganz ohne Ausrüstung trainieren. Erst danach solltest du entscheiden, ob du zusätzliches Equipment brauchst.
Lohnt sich HYROX-Training ohne Wettkampf?
Du musst nicht an einem Wettkampf teilnehmen, um HYROX-Übungen in dein Training einzubauen. Die Abfolge aus Laufen und Kraftübungen bringt Abwechslung und gibt deinem Training eine klare Struktur. So kannst du verschiedene Übungen ausprobieren, ohne dich auf einen Wettkampftermin festlegen zu müssen.
HYROX kann außerdem ein soziales Erlebnis sein. Du kannst allein trainieren, einen Kurs besuchen oder dich einer Gruppe anschließen – ganz unabhängig davon, ob du am Ende tatsächlich an einem Wettkampf teilnimmst.
Fazit: Du bestimmst dein Tempo
HYROX verbindet Ausdauer, Kraft und Koordination und kann eine abwechslungsreiche Möglichkeit sein, dich mehr zu bewegen und neue Trainingsziele zu setzen. Wichtig ist vor allem, auf den eigenen Körper zu achten und dem Training Zeit zu geben. Wenn dir die Kombination aus Laufen und Krafttraining Spaß macht und dich motiviert, dranzubleiben, ist nicht deine Leistung auf der Uhr entscheidend.
Erfahre mehr über gesunde Gewohnheiten und wie viel Bewegung man am Tag haben sollte.
Häufige Fragen zum Thema HYROX
Für die regulären HYROX-Wettkämpfe musst du mindestens 16 Jahre alt sein. Eine feste obere Altersgrenze gibt es nicht. Die Teilnehmenden werden bei Wettkämpfen je nach Alter verschiedenen Altersklassen zugeordnet, zum Beispiel 16 bis 24, 25 bis 29 oder 30 bis 34 Jahre. Welche Altersklasse für dich gilt, richtet sich nach deinem Alter am Wettkampftag.
Für Kinder und Jugendliche von 8 bis 15 Jahren gibt es das eigene Wettkampfformat: HYROX Youngstars. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Altersklassen und angepasste Übungen.
Für HYROX solltest du Schuhe wählen, die sowohl beim Laufen als auch bei den Kraft-Stationen ausreichend Halt bieten. Wichtig sind ein guter Sitz und eine Sohle, die dir auch bei schnellen Richtungswechseln und Übungen wie Ausfallschritten Stabilität gibt. Am besten lässt du dich in einem Fachgeschäft für Sportschuhe beraten und testest die Schuhe vorher bei einer Trainingseinheit.
Du solltest etwas essen, das dir Energie gibt und nicht zu schwer im Magen liegt. Gut geeignet sind zum Beispiel Haferflocken, Brot, Reis oder eine Banane.
Eine größere Mahlzeit kannst du etwa 2 bis 4 Stunden vor dem Start essen. Am Wettkampftag solltest du jedoch nichts Neues ausprobieren. Iss am besten das, was du auch vor dem Training gut vertragen hast.
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