Fahrkosten

Fahrten zur ambulanten Behandlung sind vorab durch die Krankenkasse zu genehmigen; darüber hinaus dürfen diese nur in ganz besonderen medizinischen Ausnahmefällen (Dialysebehandlung, onkologische Strahlentherapie und onkologische Chemotherapie) von der Krankenkasse übernommen werden.

Weiterhin werden von der Krankenkasse Fahrkosten übernommen:

  • Bei stationärer Krankenhausbehandlung; dies gilt bei einer Verlegung in ein anderes Krankenhaus nur, wenn die Verlegung aus zwingenden medizinischen Gründen erforderlich ist, oder bei einer mit Einwilligung der Krankenkasse erfolgten Verlegung in ein wohnortnahes Krankenhaus.
  • Bei Rettungsfahrten zum Krankenhaus, auch dann, wenn eine stationäre Behandlung nicht erforderlich ist.
  • Bei anderen Fahrten von Versicherten, die während der Fahrt unbedingt einer fachlichen Betreuung oder der besonderen Einrichtungen eines Krankenwagens bedürfen oder bei denen dies aufgrund ihres Zustandes zu erwarten ist (Krankentransport).
  • Bei Fahrten von Versicherten zu einer ambulanten Krankenbehandlung sowie zu einer vor- oder nachstationären Behandlung, wenn dadurch eine an sich gebotene vollstationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlung vermieden oder verkürzt wird oder diese nicht ausführbar ist, wie bei einer stationären Krankenhausbehandlung.

Bei allen Fahrten beträgt die Zuzahlung der Versicherten 10 % der Kosten, mindestens 5,00 EUR und höchstens 10,00 EUR, allerdings nicht mehr als die tatsächlichen Kosten. Die Eigenbeteiligung ist auch von Versicherten zu leisten, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für Fahrkosten zur medizinischen Rehabilitation sind keine Zuzahlungen zu leisten.

Für die Fahrkosten ist jeweils der günstigste Fahrpreis aller Verkehrsmittel anzusetzen. Bei der Benutzung eines privaten Fahrzeugs ist Versicherten für jeden zurückgelegten Kilometer der nach dem Bundesreisekostengesetz festgelegte Höchstsatz (0,20 EUR) als Wegstreckenentschädigung zu erstatten (§ 60 Abs. 3 Nr. 4 SGB V).

Belastungsgrenze

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