Märzklausel

Einmalzahlungen sind dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres zuzuordnen, wenn

  • die Einmalzahlung vom 01.01. – 31.03. eines Jahres gezahlt wird und
  • das versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnis bereits im Vorjahr bestanden hat und
  • die Einmalzahlung zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze übersteigt. Für Arbeitnehmer, die krankenversicherungspflichtig sind, wird bei der Beurteilung, ob die Märzklausel anzuwenden ist, einheitlich für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung zu Grunde gelegt.

Beispiel

Eine Arbeitnehmerin ist seit Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt und erhält ein laufendes Arbeitsentgelt von 3.300,00 EUR. Im März 2017 erhält sie eine Gewinnbeteiligung am Erfolg des Unternehmens in Höhe von 3.500,00 EUR. Es ist die anteilige Jahres-BBG in der Krankenversicherung zu bilden.

anteilige Jahres-BBG vom 01.01. bis 31.03.2017:
    KV:       4.350,00 Euro x 3 Monate= 13.050,00 Euro


beitragspflichtiges Arbeitsentgelt
    KV:       3.300,00 Euro x 3 Monate= 9.900,00 Euro

Die Differenz zwischen der anteiligen Jahres-BBG und der Gesamtsumme des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts entscheidet über die Zuordnung. In diesem Beispiel beträgt die Differenz in der Krankenversicherung 3.150,00 EUR – die Gewinnbeteiligung in Höhe von 3.500,00 EUR übersteigt die Differenz mit der Folge, dass die Einmalzahlung dem Entgeltabrechnungszeitraum Dezember des Vorjahres zuzuordnen ist.

Achtung: Es gelten dann die Beitragsberechnungsfaktoren von Dezember 2016!

Der letzte abgerechnete Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres ist in der Regel der Dezember. Hat das Arbeitsverhältnis bei dem Arbeitgeber, der die Einmalzahlung gewährt, nicht im gesamten Vorjahr bestanden, so ist die Zuordnung zum letzten Monat des Beschäftigungsverhältnisses vorzunehmen.

Wird eine Einmalzahlung nach beendetem oder bei ruhendem Beschäftigungsverhältnis nach dem 31.03. eines Jahres gezahlt und ist diese beitragsrechtlich einem Zeitraum von Januar bis März zuzuordnen, findet die Märzklausel keine Anwendung.

Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt, das aufgrund der Anwendung der Märzklausel dem Vorjahr zugeordnet wird, konnte bis Ende 2015 zusammen mit dem beitragspflichtigen Entgelt des Vorjahres in der Jahresmeldung gemeldet werden, sofern diese noch nicht abgegeben wurde.

Seit dem 01.01.2016 ist eine Einmalzahlung, die dem Vorjahr zuzuordnen ist, ausschließlich mit einer gesonderten Meldung (Abgabegrund 54) zu melden.

Als Beschäftigungszeitraum sind der erste und letzte Tag des Kalendermonats der Zuordnung des einmalig gezahlten Arbeitsentgelts und das beitragspflichtige einmalig gezahlte Arbeitsentgelt einzutragen.

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