Beitragszuschuss

Für Arbeitnehmer, die wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind, hat der Arbeitgeber einen Beitragszuschuss bis zur maßgeblichen Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung (2017: 4.350,00 Euro monatlich) zu zahlen. Ein von der Krankenkasse ggf. erhobener Zusatzbeitrag ist von der Zuschussberechnung ausgeschlossen.

Höchstbeitragszuschuss im Kalenderjahr 2017:

  • Mitglieder mit Anspruch auf Krankengeld: 317,55 Euro (4.350,00 Euro x 7,3 %)
  • Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld: 304,50 Euro (4.350,00 Euro x 7,0 %)

In Zeiten, in denen z. B. aufgrund des Bezuges von Krankengeld kein bzw. nur für einen Teilzeitraum Arbeitsentgelt gezahlt wird, entfällt der Beitragszuschuss bzw. ist entsprechend zu kürzen. Dies gilt allerdings nicht für Zeiten des unbezahlten Urlaubs, des unentschuldigten Fernbleibens von der Arbeit sowie für Zeiten eines rechtmäßigen Arbeitskampfes. In diesen Fällen ist der Beitragszuschuss aus dem ungekürzten (aber auf die monatliche Beitragsbemessungsgrenze begrenzten) Arbeitsentgelt zu berechnen.

Bei Mehrfachbeschäftigten ist hinsichtlich der Zahlung des Beitragszuschusses grundsätzlich eine der Höhe der jeweiligen Arbeitsentgelte entsprechende Aufteilung vorzunehmen. Die beteiligten Arbeitgeber tragen den Beitragszuschuss also anteilig.

Ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung ist vom Arbeitgeber zu zahlen, wenn der Arbeitnehmer versicherungsfrei wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze, von der Versicherungspflicht befreit oder von der Versicherungspflicht ausgeschlossen ist und eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat.

Grundsätzlich ist die Hälfte des Versicherungsbeitrags als Beitragszuschuss zu zahlen, maximal aber der Höchstzuschuss, der für einen Arbeitnehmer zu zahlen wäre, der wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwilliges Mitglieder der GKV ist. Zuschussfähig sind zudem nur die Aufwendungen für Leistungen, die der Art nach zu den Leistungen der GKV gehören.

Der Arbeitnehmer kann einen Beitragszuschuss auch für seine privat versicherten Familienangehörigen erhalten, sofern diese bei unterstellter Versicherungspflicht des Arbeitnehmers in der GKV Anspruch auf eine Familienversicherung hätten. Dies gilt allerdings nicht, wenn eine Familienversicherung bei einem anderen Familienangehörigen möglich wäre.

Hat der Arbeitnehmer Anspruch auf einen Beitragszuschuss für privat versicherte Familienangehörige, sind auch hier die Begrenzungen auf die Hälfte des Gesamtbeitrags und den Höchstzuschuss für freiwillig GKV-versicherte Arbeitnehmer zu beachten.

Bei der Prüfung des Anspruchs und bei der Berechnung des Zuschusses zur Pflegeversicherung für freiwillig gesetzlich krankenversicherte oder privat versicherte Arbeitnehmer gelten die vorgenannten Ausführungen zum Beitragszuschuss zur Krankenversicherung entsprechend. Im Bundesland Sachsen ist der verminderte Beitragsanteil des Arbeitgebers zu beachten. Der Beitragszuschlag für kinderlose Arbeitnehmer ist nicht für die Berechnung des Beitragszuschusses zu berücksichtigen.

Höchstbeitragszuschuss im Kalenderjahr 2017:

  • Bundeseinheitlich (ohne Sachsen): 55,46 Euro (4.350,00 Euro x 1,275 %)
  • Sachsen: 33,71 Euro (4.350,00 Euro x 0,775 %)

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