Geringfügige Beschäftigung

Bei geringfügigen Beschäftigungen (§ 8 SGB IV) ist zwischen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung und einer kurzfristigen Beschäftigung zu unterscheiden. Beide Beschäftigungsarten sind grundsätzlich sozialversicherungsfrei (Ausnahme: Rentenversicherungspflicht für geringfügig entlohnte Beschäftigungen). Die zu erstellenden Meldungen werden vom Arbeitgeber an die Knappschaft-Bahn-See (Minijob-Zentrale) erstattet.

Geringfügig entlohnte Beschäftigung

Eine Beschäftigung ist geringfügig entlohnt, wenn das monatliche Arbeitsentgelt nicht mehr als 450,00 Euro beträgt.

Der Arbeitgeber zahlt für eine geringfügig entlohnte Beschäftigung Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung (13 %) und zur Rentenversicherung (15 %). Bei Teilnahme am Ausgleichsverfahren U1 sind seit dem 01.01.2017 0,9 % des Bruttoentgelts abzuführen, im Ausgleichsverfahren U2 beträgt der Umlagesatz für geringfügig entlohnte Beschäftigte derzeit 0,30 %. Zusätzlich hat der Arbeitgeber 2 % Pauschalsteuer abzuführen, sofern nicht auf die individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale zurückgegriffen werden soll. Wird die Beschäftigung in einem Privathaushalt ausgeübt, zahlt der Arbeitgeber Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung in Höhe von jeweils 5 % sowie 2 % Pauschalsteuer.

Zeitgleich mit der Erhöhung des Grenzwertes (Anfang 2013) von 400,00 auf 450,00 Euro wurde für geringfügig Beschäftigte eine grundsätzliche Rentenversicherungspflicht eingeführt. Hiervon kann man sich allerdings befreien lassen.

Mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen werden zusammengerechnet und sind nur dann versicherungsfrei, wenn die Entgeltgrenze von 450,00 EUR nicht überschritten wird.

Die erste geringfügig entlohnte Beschäftigung neben einer Hauptbeschäftigung ist immer versicherungsfrei (Ausnahme: Rentenversicherung).

Kurzfristige Beschäftigung

Bis Ende 2014 lag eine kurzfristige Beschäftigung – unabhängig von der Höhe des gezahlten Arbeitsentgelts – vor, wenn sie von vornherein auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres befristet war.

Diese Zeitgrenzen wurden Anfang 2015 ausgeweitet, allerdings auf vier Jahre befristet. Danach ist eine Beschäftigung bis zum 31.12.2018 kurzfristig (und somit versicherungsfrei), wenn sie von vornherein auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres befristet ist.

Von diesem neuen Drei-Monats-Zeitraum ist im Allgemeinen dann auszugehen, wenn die Beschäftigung an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als fünf Tagen in der Woche ist eine monatliche Betrachtungsweise nicht mehr möglich; die Beurteilung ist dann auf den neuen Zeitraum von 70 Arbeitstagen abzustellen.

Aufgrund fehlender Bestandsschutzregelungen erfolgt die Beurteilung der über den 31.12.2014 bzw. den 31.12.2018 hinausgehenden Beschäftigungen nach dem für den jeweiligen Beschäftigungszeitraum geltenden Recht.

Entscheidend für die Anwendung der zulässigen Zeitdauer ist somit der Zeitpunkt, zu dem die versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung zu erfolgen hat; also unmittelbar bei Beschäftigungsbeginn oder erneut bei jeder Änderung der Verhältnisse.

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